Entscheidungsstichwort (Thema)
Zoll
Nachgehend
Tenor
Die Klage wird abgewiesen.
Die Klägerin trägt die Kosten des Verfahrens.
Die Revision wird zugelassen.
Tatbestand
Die Klägerin führte Textilwaren der Unterpositionen 6109 10 00, 6205 20 00 und 6203 42 90 der Kombinierten Nomenklatur (KN) aus Bangladesch ein und ließ diese beim beklagten Hauptzollamt – Zollamt – in dem Zeitraum vom 1. Dezember 1994 bis zum 24. Juli 1996 in den zollrechtlich freien Verkehr überführen. Dabei legte sie jeweils Ursprungszeugnisse nach Formblatt A des Export Promotion Bureaus, Dhaka, Bangladesch vor. Im einzelnen handelte es sich hierbei um folgende Zollbelege:
Zollbeleg-Nr. |
vom |
Ausführer |
Ursprungszeugnis Form A Nr. |
F – 1754 |
01.12.1994 |
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EPB 4991 |
F – 118 |
06.01.1995 |
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EPB 5137 |
F – 1542 |
23.02.1995 |
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EPB 5093 |
F – 1629 |
01.03.1995 |
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EPB 5545 |
F – 1591 |
13.06.1995 |
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EPB 6720 |
F – 404 |
18.04.1996 |
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EPB 9592 |
F – 734 |
03.05.1996 |
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EPB 9804 |
F – 877 |
10.05.1996 |
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EPB 10038 |
F – 1193 |
24.05.1996 |
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EPB 10167 |
F – 647 |
24.07.1996 |
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EPB 10936 |
Auf Grund der von der Klägerin vorgelegten Ursprungszeugnisse nach Formblatt A sah das beklagte Hauptzollamt – Zollamt – von einer Erhebung von Zoll ab.
Mit Schreiben vom 3. Juli 1996 bat das Zollkriminalamt (ZKA) das beklagte Hauptzollamt, die Einfuhr von Textilwaren aus Bangladesch betreffende Zollbelege aus den Jahren 1994 bis 1996 zu übersenden. Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften habe darum gebeten, sämtliche in den Jahren 1994 bis 1996 vorgelegten Ursprungszeugnisse nach Formblatt A aus Bangladesch für Textilwaren vorzulegen, weil erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der Angaben über den tatsächlichen Ursprung der Textilwaren bestünden. Nach vorliegenden Erkenntnissen würden in Bangladesch insbesondere Textilwaren des Kapitels 61 ...