Entscheidungsstichwort (Thema)
Aussetzung der Vollziehung betr. Gewerbesteuermessbetrag 1996. Körperschaftsteuer; Angemessenheit der Geschäftsführerbezüge
Leitsatz (amtlich)
Bei der Heranziehung der betrieblichen Kennzahlen im Rahmen eines internen Betriebsvergleichs zur Feststellung angemessener Geschäftsführerbezüge sind die Bilanzergebnisse verschiedener Vergleichsjahre nicht um bestimmte Positionen (etwa Ansatz linearer AfA anstelle degressiver AfA) zu bereinigen.
Normenkette
KStG § 8 Abs. 3
Gründe
I.
Die Antragstellerin -Astin.- wendet sich mit ihrem Antrag gegen den Ansatz von Teilen des Geschäftsführergehalts als verdeckte Gewinnausschüttung.
Die Astin., deren Stammkapital 100.000 DM beträgt, befasst sich mit dem An- und Verkauf von Kraftfahrzeugen aller Art, dem Karosseriebau und der Autolackiererei, dem Betrieb einer KFZ-Reparaturwerkstätte sowie dem Auto-Leasing und der Vermietung von Kraftfahrzeugen (Bilanz, 85). Das Stammkapital der Astin. wird zu 100 % von dem Geschäftsführer der Astin., Herrn X, gehalten, der auch als alleiniger Geschäftsführer fungiert.
Die betrieblichen Kennzahlen der Astin. entwickelten sich in den Jahren 1994 bis 1997 wie folgt (in TDM):
Jahr |
Umsatz |
Personalkosten |
Jahresergebnis |
1994 |
45.738 |
2.533 |
207,8 |
1995 |
48.040 |
2.706 |
40,6 |
1996 |
52.448 |
2.874 |
14,4 |
1997 |
61.064 |
3.454 |
37,0 |
Eine bei der Astin. im Jahre 1998 für den Zeitraum 1994 bis 1996 durchgeführte Betriebsprüfung ergab hinsichtlich der Bezüge des Gesellschafter-Geschäftsführers Folgendes (Bp, Bl. 152): Bis September 1995 erhielt Herr X ein monatliches Festgehalt von 18.000 DM zzgl. eines Weihnachtsgeldes in Höhe eines Monatsgehalts und eines Urlaubsgeldes i.H. eines halben Monatsgehaltes. Zusätzlich war vereinbart (Dok, Bl. 27), dass der Geschäftsführer eine gewinnabhängige Tantieme in Höhe vo...