Zinsen werden als Entgelt für die Überlassung von Kapital gezahlt. Z. B. kann der Unternehmer auch Zinsen vom Kunden verlangen, wenn dieser nicht fristgerecht bezahlt.[1] Diese Verzugszinsen sind betriebliche Erträge und wirken sich gewinnerhöhend aus. Da sie i. d. R. nicht durch die betriebliche Leistungserstellung bedingt sind, gehören Zinsen zum sog. neutralen Ergebnis.

 
Praxis-Beispiel

Buchung von Zinserträgen

Erhaltene Zinserträge, z. B. i. H. v. 1.000 EUR, werden wie folgt verbucht:

 

Konto

SKR 03 Soll
Kontenbezeichnung Betrag

Konto

SKR 03 Haben
Kontenbezeichnung Betrag
1200 Bank 1.000 2650 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.000
 

Konto

SKR 04 Soll
Kontenbezeichnung Betrag

Konto

SKR 04 Haben
Kontenbezeichnung Betrag
1800 Bank 1.000 7100 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.000

Verzugszinsen sind umsatzsteuerrechtlich Schadensersatz und daher kann keine Umsatzsteuer vom Schuldner verlangt werden.[2]

[1] §§ 286, 288 BGB; ab 29.7.2014: Verzugszinsen unter Kaufleuten wurden von 8 % auf 9 % erhöht. Zusätzlich kann der Gläubiger bei Eintritt des Verzugs eine Pauschale von 40 EUR vom Schuldner verlangen, wenn dieser keine Privatperson ist; s. dazu BGH, Beschluss v. 18.1.2018, III ZR 174/17, Vorlage an den EuGH zur Anrechnung des Pauschalbetrags auf vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten; EuGH, Beschluss v. 11.4.2019, C–131/18: Bejahung der Anrechnung.

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