Spenden sind, unabhängig davon, welcher Zweck gefördert wird, bis zu 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte als Sonderausgaben abzugsfähig. Alternativ können Spender mit Gewinneinkünften ihr Spendenvolumen mit 4 ‰ aus der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter berechnen.

Zuwendungen über diesen Höchstbeträgen werden, auch wenn es sich um mehrere Einzelspenden handelt, auf die folgenden Veranlagungszeiträume übertragen und dort – wiederum im Rahmen der Höchstbeträge – als Sonderausgaben berücksichtigt (Spendenvortrag).

 
Praxis-Beispiel

Spendenvortrag

Bei einem Gesamtbetrag der Einkünfte von 30.000 EUR im VZ 2022 wurden folgende Beträge gespendet:

 
a) DRK für mildtätige Zwecke 3.000 EUR
b) örtliche Kirche für die Überholung der Orgel 2.000 EUR
c) örtlicher Sportverein zur Förderung der Jugendarbeit 4.000 EUR
Insgesamt 9.000 EUR

Ordnungsgemäße Spendenbescheinigungen liegen vor. Im VZ 2022  ist der Abzug wegen der Spendenobergrenze auf 20 % von 30.000 EUR = 6.000 EUR beschränkt.

Der übersteigende Betrag von 3.000 EUR wird als Spendenvortrag in den VZ 2023 übertragen.

Für den Sonderausgabenabzug im Jahr des Spendenvortrags gelten die Höchstbeträge ebenfalls. Der Vortrag wird mit Zuwendungen des laufenden Veranlagungszeitraums zur Berechnung des Höchstbetrags zusammengefasst.

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