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Erste Hilfe / 3 Praxis der Erstversorgung

Steffen Pluntke
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3.1 Grundlagen der Ersthelfertätigkeit

3.1.1 Was ist Erste Hilfe?

Erste Hilfe umfasst alle Maßnahmen, durch die Verletzte, Vergiftete und Erkrankte zur Abwendung akuter Gesundheits- und Lebensgefahren durch eigens dazu ausgebildete Helfer vorläufig medizinisch versorgt und der Heilbehandlung zugeleitet werden.

3.1.2 Was ist ein Notfall?

Die Ursache eines Notfalls kann ein Unfall (z. B. Sturz, Schnittverletzung), eine Erkrankung (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Epilepsie) oder eine Vergiftung (z. B. Gase, Lösungsmittel) sein. Die Auswirkungen auf den Körper sind – abhängig von der Schwere der Ursache – unterschiedlich. Häufig betroffene Körperfunktionen sind das Bewusstsein, die Atmung bzw. der Kreislauf. Gemeinsames Bindeglied dieser 3 Körperfunktionen ist der Sauerstoff.

  • Atmung: Ohne Atmung gelangt kein Sauerstoff in Lunge und Körper.
  • Kreislauf: Bei einem Wegfall des Herzschlags wird das mit Sauerstoff angereicherte Blut nicht mehr zu den Zellen transportiert. Starker Blutverlust wirkt sich ähnlich aus, ab ca. einem Liter besteht bei einem Erwachsenen Lebensgefahr.
  • Bewusstsein: Bei Bewusstlosigkeit können Fremdkörper (z. B. Erbrochenes, Speichel) oder die Zunge die Atemwege blockieren.

3.1.3 Anforderungen an Ersthelfer

Die meisten Notfälle sind bei weitem nicht so spektakulär wie oftmals dargestellt. Trotzdem stellt jeder Notfall mehr oder weniger hohe psychische und körperliche Ansprüche an den Ersthelfer. Jeder Ersthelfer sollte versuchen, die folgenden Anforderungen zu beherzigen:

  • Ruhe bewahren,
  • Überblick verschaffen,
  • Überlegen, wie man helfen kann,
  • notwendigen Eigenschutz beachten,
  • Schaulustige zurückweisen,
  • weitere Helfer um Unterstützung bitten,
  • Notruf absetzen,
  • beherztes Helfen.

3.1.4 Universelle Hilfsmaßnahmen: LEBEN praktizieren

Eine Reihe von Hilfsmaßnahmen ist immer richtig und in den meisten Notfällen auch notwendig. Sie werden unter dem Begriff LEBEN zusammengefasst:

Lebensfunktionen prüfen: Bewusstsein, Atmung, ggf. Puls

Emotionale Bet...

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