Arbeitslosenversicherung / 4.2.3 Anwartschaftszeit

Die Anwartschaftszeit für das Arbeitslosengeld hat erfüllt, wer innerhalb einer Rahmenfrist von 30 Monaten vor der Entstehung des Anspruchs mindestens 360 Kalendertage in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden hat.

 
Hinweis

Sonderregelung zur verkürzten Anwartschaftszeit

Eine Sonderregelung zur Anwartschaftszeit besteht für Personen, die berufsbedingt bzw. wegen der Besonderheiten ihres Wirtschaftszweigs überwiegend nur kurz befristete Beschäftigungen ausüben (z. B. Künstler, Schauspieler). Sie haben die Anwartschaftszeit bereits dann erfüllt, wenn sie innerhalb der 30-monatigen Rahmenfrist mindestens 180 Kalendertage versicherungspflichtig beschäftigt waren. Zusätzliche Voraussetzung ist, dass

  • sich die in der Rahmenfrist zurückgelegten Beschäftigungstage überwiegend aus versicherungspflichtigen Beschäftigungen von bis zu 14 Wochen ergeben (sog. Beschäftigungsbedingung) und
  • das in den letzten 12 Monaten erzielte Arbeitsentgelt das 1,5-fache der sozialversicherungsrechtlichen Bezugsgröße nicht übersteigt (sog. Entgeltbedingung).

Die Sonderregelung ist bis zum 31.12.2022 befristet.[1]

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