Umzugskosten / 3 Umfang der steuerfreien Vergütung

3.1 Steuerfreier Höchstbetrag für beruflich veranlassten Umzug

Ist der Umzug des Arbeitnehmers beruflich veranlasst, kann der Arbeitgeber beruflich veranlasste Umzugskosten grundsätzlich bis zu den Höchstbeträgen steuerfrei ersetzen, die ein vergleichbarer Bundesbeamter als Umzugskostenvergütung erhalten würde. Werden umzugsrechtliche Pauschbeträge angesetzt, ist ein Nachweis der Aufwendungen nicht erforderlich.

3.2 Erstattungsfähige Umzugskosten

Als Umzugskosten anzusetzen und steuerfrei erstattungsfähig sind insbesondere:

  • Beförderungsauslagen: tatsächliche Auslagen für die Beförderung des Umzugsguts von der bisherigen zur neuen Wohnung (einschließlich Autobahnmaut und Transportversicherung).
  • Reisekosten des Arbeitnehmers und der zu seiner häuslichen Gemeinschaft gehörenden Personen (z. B. Kinder) zum neuen Wohnort – jedoch höchstens mit einer Begleitperson – sowie zur Suche und Besichtigung der neuen Wohnung, nicht jedoch für Informationsreisen zum neuen Wohnort.
  • Mietentschädigung bei 2 Mietverhältnissen für längstens 6 Monate, wenn die Miete für die alte Wohnung wegen bestehender Kündigungsfristen neben der Miete für die neue Wohnung weitergezahlt werden muss.
  • Mietentschädigung für die neue Wohnung längstens für 3 Monate, wenn die neue Wohnung noch nicht genutzt werden kann.
  • Wohnungsvermittlungsgebühren: ortsübliche Maklergebühren für Wohnung und Garage (die bei einem Grundstücks- oder Wohnungskauf angefallenen Maklergebühren können jedoch nicht angesetzt werden).
  • Zusätzliche Unterrichtskosten: Auslagen für einen durch den Umzug bedingten zusätzlichen Unterricht der Kinder des Umziehenden.

    Die Steuerfreiheit der umzugsbedingten Unterrichtskosten je Kind ist auf folgende Höchstbeträge begrenzt:

    • ab 1.3.2018 auf 1.984 EUR,
    • ab 1.4.2019 auf 2.045 EUR,
    • ab 1.3.2020 auf 2.066 EUR,
    • ab 1.6.2020 auf 1.146 EUR.

    Maßgeblich ist seit dem 1.6.2020 der Tag vor dem Einladen des Umzugsguts. Bis zum 31.5.2020 war das Datum der Beendigung des Umzugs maßgebend. Für Umzüge, bei denen der Tag vor dem Einladen des Umzugsguts vor dem 1.6.2020 liegt, gilt auch dann das BMF-Schreiben zur Umzugskostenvergütung vom 21.9.2018[1], wenn der Umzug nach dem 31.5.2020 beendet wird.[2]

  • Sonstige Umzugsauslagen in nachgewiesener Höhe, z. B. Trinkgelder an das Umzugspersonal, Aufwendungen für die Renovierung der alten Wohnung, Anzeigen zur Wohnungssuche, Auslagen für die notwendige Anschaffung von Vorhängen, Rollos, Vorhangstangen usw., Aufwendungen für Elektrokochgeschirre bei unvermeidbarem Übergang auf elektrische Kochart, Abbau- und Anschlusskosten von Herden, Öfen oder wiederverwendeten hauswirtschaftlichen Geräten, Anschluss oder Übernahme eines Fernsprechanschlusses, Auslagen für das Umschreiben von Personalausweisen und Personenkraftfahrzeugen einschließlich der Auslagen für das Anschaffen und Anbringen der amtlichen Kennzeichen.

    Nicht erstattungsfähig sind Renovierungsaufwendungen für die in der neuen Wohnung privat genutzten Räume bei einem beruflich veranlassten Umzug.[3]

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Aufbewahrungspflicht

Der Arbeitnehmer muss Nachweise über die tatsächlichen Aufwendungen vorlegen. Diese sind vom Arbeitgeber als Belege zum Lohnkonto aufzubewahren.

3.3 Pauschalen für Umzugskosten ohne Nachweis

Sonstige Umzugsauslagen ohne Nachweis können in pauschaler Höhe steuerfrei erstattet werden.

3.3.1 Umzug bis Mai 2020

Bei Umzügen, bei denen der Tag vor dem Einladen des Umzugsguts vor dem 1.6.2020 liegt, wird bei den steuerfreien Pauschbeträgen für sonstige Umzugsauslagen zwischen Ledigen und verheirateten Personen bzw. Lebenspartnern unterschieden, wobei es auf die Beendigung des Umzugs ankommt.[1] Der steuerfreie Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen bei Ledigen beträgt[2]:

  • ab 1.3.2018: 787 EUR,
  • ab 1.4.2019: 811 EUR,
  • ab 1.3.2020: 820 EUR.

Bei verheirateten Personen und Lebenspartnern beträgt der Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen[3]:

  • ab 1.3.2018: 1.573 EUR,
  • ab 1.4.2019: 1.622 EUR,
  • ab 1.3.2020: 1.639 EUR.

Der Pauschbetrag erhöht sich für Kinder und andere Personen, die zur häuslichen Gemeinschaft gehören. Zu den "anderen Personen" in diesem Sinne gehören u. a. Verwandte, Verschwägerte und Hausangestellte, nicht aber der Ehe-/Lebenspartner. Diese Pauschale beträgt für jede weitere Person:

  • ab 1.3.2018: 347 EUR,
  • ab 1.4.2019: 357 EUR,
  • ab 1.3.2020: 361 EUR.
[2] Maßgeblich ist jeweils das Datum der Beendigung des Umzugs.
[3] Maßgeblich ist jeweils das Datum der Beendigung des Umzugs.

3.3.2 Umzug ab Juni 2020

Für Umzüge, bei denen der Tag vor dem Einladen des Umzugsguts nach dem 31.5.2020 liegt, wird zwischen dem Berechtigten und anderen Personen unterschieden.[1] Der Pauschbetrag für sonstige Umzugskosten beträgt beim Berechtigten:

  • ab 1.6.2020: 860 EUR.

Für jede andere Person (Ehegatte, Lebenspartner sowie Kinder, Stief- und Pflegekinder, die auch nach dem Umzug mit dem Berechtigten in häuslicher Gemeinschaft leben) beträgt der Pauschbetrag fü...

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