Dienstwagen / 1 Fahrtenbuch oder 1-%-Regelung

Für die Wertermittlung des geldwerten Vorteils bei der Dienstwagenüberlassung an den Arbeitnehmer stehen 2 Bewertungsverfahren uneingeschränkt zur Verfügung:

  • die pauschale Nutzungswertermittlung nach der 1-%-Methode sowie
  • der Einzelnachweis in Form der Fahrtenbuchmethode.

Diese Bewertungsmethoden stellen die Grundlage für die Dienstwagenbesteuerung beim Arbeitnehmer dar. Die 1-%-Regelung wird immer dann angewendet, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich nicht ausdrücklich für die Fahrtenbuchmethode entscheiden.

Einheitliche Bewertung für ein Kalenderjahr

Soll die Fahrtenbuchmethode angewandt werden, muss der Arbeitgeber in Abstimmung mit dem Arbeitnehmer für ein Kalenderjahr festlegen, dass die Nutzungswertermittlung durch Fahrtenbuch und Belegnachweis anstelle der 1-%-Regelung treten soll. Während eines Kalenderjahres ist bei demselben Fahrzeug kein Wechsel möglich.

Eine Ausnahme gilt, wenn der Arbeitnehmer den Dienstwagen während des Jahres wechselt.

 

Praxis-Tipp

Eigenes Arbeitnehmerwahlrecht im Veranlagungsverfahren

Die Bindungswirkung an die getroffene Wahl beschränkt sich auf das Lohnsteuerverfahren. Nach Ablauf des Kalenderjahres kann der Arbeitnehmer im Rahmen seiner persönlichen Einkommensteuererklärung die für ihn günstigere Methode beantragen, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind.

Der zwingende Ansatz einer der beiden Methoden ist auch für Leasingfahrzeuge zu beachten, die als Dienstwagen überlassen werden.

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