Rz. 335

Das Gesetz sieht für jeden Gesellschafter außerhalb der Gesellschafterversammlung allgemeine Kontroll- und Informationsrechte vor.[1] Dementsprechend haben die Geschäftsführer jedem Gesellschafter auf Verlangen unverzüglich Auskunft über die Angelegenheiten der Gesellschaft zu geben und die Einsicht der Bücher und Schriften zu gestatten (§ 51a Abs. 1 GmbHG).

 

Rz. 336

Die Geschäftsführer dürfen die Auskunft und die Einsicht nur verweigern, wenn zu besorgen ist, dass der Gesellschafter sie zu gesellschaftsfremden Zwecken verwenden und dadurch der Gesellschaft oder einem verbundenen Unternehmen einen nicht unerheblichen Nachteil zufügen wird. Die Verweigerung bedarf eines Beschlusses der Gesellschafter (§ 51a Abs. 2 GmbHG).

 

Rz. 337

Das Auskunfts- und Einsichtsrecht gemäß § 51a GmbHG ist zwingend, das heißt, davon kann im Gesellschaftsvertrag nicht abgewichen werden (§ 51a Abs. 3 GmbHG).

[1] Baumbach/Hueck/Zöllner/Noack, GmbHG, § 51a Rn. 1; siehe dazu auch Lutter/Hommelhoff/Bayer, GmbHG, § 51a Rn. 1, 2.

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