22.09.2011 | Wirtschaft & Märkte

Zwei Drittel der Firmen bereits Opfer von Hacker-Attacken

Nach einer repräsentativen Umfrage haben bereits zwei Drittel der deutschen Unternehmen nach Angriffen auf die IT-Systeme mindestens einmal Firmengeheimnisse verloren.

Hacker-Angriffe auf deutsche Unternehmen sind mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme. Dies ist jedenfalls das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, die um Auftrag der Telekom-Tochter T-Systems durchgeführt worden war. Die Ergebnisse wurden jetzt im Sicherheitsreport 2011 veröffentlicht. Demnach sind bereits zwei Drittel der deutschen Unternehmen Opfer von Hacker-Angriffen geworden.

Großunternehmen besonders stark betroffen

15 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, „häufig“ solchen Attacken ausgesetzt zu sein, 20 Prozent sehen sich „gelegentlich“ mit derartigen Übergriffen konfrontiert und weitere 29 Prozent berichten noch über „seltene“ Angriffe auf ihre IT-Systeme. Besonders gefährdet sind nach den Ergebnissen der Studie vor allem Großunternehmen mit einem Umsatz von mehr als 500 Millionen, die etwa doppelt so oft attackiert werden wie kleinere Firmen. Vor IT-Spionage warnen Sicherheitsbehörden schon seit längerem. Bislang fehlte es jedoch an verlässlichen Zahlen. Viele Verantwortliche scheuen sich, derartige Vorfälle zu melden, um zusätzliche Imageverluste zu vermeiden.

Verantwortliche sehen hohes Risiko

Überraschend für die Auftraggeber der Studie ist der Umstand, dass bei den befragten Entscheidern das Risiko, zum Opfer von Datenmissbrauch und Internet-Kriminalität zu werden, künftig als besonders gravierend eingestuft wird. Andere Befürchtungen, etwa vor Inflation oder Arbeitslosigkeit, rangieren dagegen weniger hoch. Andererseits sehen die für die Studie befragten Entscheider den technischen Fortschritt deutlich positiver als die Gesamtbevölkerung. So sehen 86 Prozent der Entscheidungsträger im technischen Fortschritt größere Chancen als Risiken. In der Bevölkerung liegt dieser Anteil dagegen nur bei 43 Prozent.

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