17.02.2016 | Infografik der Woche

Zuwanderung löst Deutschlands Demografie-Problem nicht

Die Grafik zeigt die Bevölkerungsstruktur Deutschlands aktuell, sowie im Jahr 2040 unter Berücksichtigung zwei verschiedener Modellrechnungen.
Bild: Statista ⁄

Die Zuwanderung und die Flüchtlingskrise verändern Deutschlands Bevölkerungsstruktur. Der Demografische Wandel und die Kopf stehende Alterspyramide können damit allerdings nicht kompensiert werden. Das geht aus Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes hervor (zum Vergrößern auf "Infografik" klicken).

Die Grafik zeigt die Bevölkerungsstruktur Deutschlands aktuell, sowie im Jahr 2040 unter Berücksichtigung zwei verschiedener Modelrechnungen. Die eine Rechnung geht von einer Zuwanderung von 300.000 Personen pro Jahr aus, die andere von gar keiner Zuwanderung. In beiden Rechnungen liegt die angenommene Geburtenrate bei 1,4 Kinder je Frau, sowie die Lebenserwartung bei Geburt im Jahr 2060 für Jungen bei 84,8 Jahren und bei Mädchen bei 88,8 Jahren. Ebenfalls in der Grafik aufgeführt sind die Asylanträge 2015. Diese sind jedoch in vollständigen Zahlen, nicht in Angaben in 1000 Personen dargestellt. Den demografischen Wandel würde diese Entwicklung nicht aufhalten, dazu würde eine noch höhere Zuwanderung nötig. Wirksamer wäre eine höhere Geburtenrate. Läge diese bei 2,1 Kindern je Frau, würde die Einwohnerzahl Deutschlands laut der Prognose langfristig sogar steigen - auch bei einer Nettozuwanderung von nur 100.000 Menschen pro Jahr.

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Schlagworte zum Thema:  Zuwanderung, Demografie

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