14.09.2012 | Zu viel Bürokratie

Chemie kritisiert Wettbewerbsbedingungen

Die chemische Industrie hat im vergangenen Jahr 8,8 Milliarden Euro in Forschung investiert.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die deutsche Chemieindustrie hat im zurückliegenden Jahr zwar ihre Forschungsausgaben gesteigert, klagt aber weiterhin über die Rahmenbedingungen in Deutschland.

Laut einer Umfrage des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) kritisierten mehr als die Hälfte der befragten Chemie-Firmen den aus ihrer Sicht zu großen Bürokratieaufwand und die zu geringe steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung. Vor allem mittelständische Unternehmen täten sich zudem schwer, an Risikokapital zu kommen. Dies sei nach wie vor ein Wettbewerbsnachteil für Deutschland, erklärte der Vorsitzende des VCI-Forschungsausschusses, der BASF-Vorstand Andreas Kreimeyer. Mehr als 60 Prozent der Unternehmen (ohne Pharma) berichteten, wegen der höheren Wachstumsaussichten im Ausland dort Forschungseinheiten aufzubauen. In die bestehenden Einrichtungen werde nur moderat investiert. Kreimeyer bezifferte die Forschungsausgaben der Gesamtbranche im Jahr 2011 auf rund 8,8 Milliarden Euro, ein Plus von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den Laboren arbeiten rund laut VCI rund 41.500 Menschen. In diesem Jahr werde das Budget voraussichtlich auf 9,2 Milliarden Euro ausgeweitet, kündigte Kreimeyer an.

 

Schlagworte zum Thema:  Chemische Industrie, Forschung, Entwicklung, Bürokratie, Risikokapital

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