| ZEW-Indikator

Finanzmarktexperten bleiben optimistisch

Bild: Haufe Online Redaktion

Die Konjunkturzuversicht deutscher Finanzexperten hat sich im April unerwartet weiter aufgehellt. Der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg zum fünften Mal in Folge und legte leicht um 1,1 Punkte auf 23,4 Punkte zu.

Es ist der höchste Stand seit Juni 2010. Viele Ökonomen hatten dagegen mit einem deutlichen Rückgang des Indikators gerechnet. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage stieg ebenfalls leicht um 3,1 auf 40,7 Punkte.Mit dem jüngsten Anstieg legte der Indikator das fünfte Mal in Folge zu. Die vom ZEW befragten Finanzmarktexperten gehen damit insgesamt von einer weiterhin positiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft auf Sicht des nächsten halben Jahres aus. „Die Finanzmarktexperten halten den positiven Ausblick für das nächste halbe Jahr aufrecht", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

Dass der Indikator im April auf der Stelle trete, zeige allerdings, „dass der realwirtschaftliche Optimismus durch erhebliche Risiken gebremst wird, wie beispielsweise die Konjunkturschwäche wichtiger Handelspartner, die Entwicklung der Rohstoffpreise und die Staatsschuldenkrise in der Eurozone", kommentierte Franz weiter. Für die Eurozone ergibt sich ein ähnliches Bild wie für Deutschland: Hier verbesserten sich die Konjunkturerwartungen um 2,1 Punkte auf plus 13,1 Zähler. Die Lageeinschätzung fiel leicht um 0,6 Punkte auf minus 49,0 Zähler.

Schlagworte zum Thema:  Konjunktur, Börse, Deutsche Aktien

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