23.05.2012 | Zeitarbeit

Leiharbeiter in der Metall- und Elektroindustrie erhalten mehr Lohn

Bild: Haufe Online Redaktion

In der Metall- und Elektroindustrie zeichnet sich eine Tariferhöhung für die mehr als 240.000 Leiharbeiter ab. IG Metall und die Arbeitgeber der Zeitarbeit einigten sich auf einen Stufenplan, der den Leiharbeitern ab der sechsten Woche Zuschläge auf ihren Tariflohn gewährt.

Nach neun Monaten Tätigkeit in der Metall- und Elektroindustrie soll der Zuschlag 50 Prozent des Tariflohns betragen. Damit würde ein großer Teil der Lohnlücke im Vergleich zu den Stammbelegschaften geschlossen. Weitere Zuschläge bis hin zur Gleichbezahlung können auf betrieblicher Ebene vereinbart werden.

IG Metall und die Verbände BAP und IGZ wiesen darauf hin, dass noch die Unterschriften unter dem Tarifwerk fehlten. Man stehe kurz vor dem Abschluss, hieß es nach der Nachtsitzung in einem Frankfurter Hotel. Der Tarifvertrag soll auch als Muster für andere Branchen gelten. 

Zuvor hatten sich in Baden-Württemberg die Metall-Tarifpartner für ihre Stammbranche bereits auf einen Pilot-Tarifvertrag geeinigt, der voraussichtlich den rund 3,6 Millionen Stammbeschäftigten ein Lohnplus von 4,3 Prozent bringt. Der Abschluss muss noch von den anderen Tarifbezirken übernommen werden. Die Leiharbeiter in den Betrieben profitieren davon zunächst nicht, da sie bei den Zeitarbeitsunternehmen angestellt sind.

Schlagworte zum Thema:  Mittelstand, Mitarbeiter, Tarifvertrag

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