06.12.2013 | ZDH-Spitze

Hans Peter Wollseifer neuer Handwerkspräsident

Hans Peter Wollseifer ist neuer Handwerkspräsident.
Bild: Haufe Online Redaktion

Auch der neue Handwerkspräsident kommt aus Nordrhein-Westfalen. Hans Peter Wollseifer aus der Nähe von Köln löst den Dortmunder Otto Kentzler ab. Bei der Politik sieht er Beratungsbedarf.

Der Maler- und Lackierermeister Hans Peter Wollseifer aus Hürth bei Köln ist neuer Handwerkspräsident. Die Vollversammlung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) wählte den 58-Jährigen gestern zum Nachfolger von Otto Kentzler, dessen Amtszeit zum Jahreswechsel endet. Wollseifer habe sich bei der geheimen Anstimmung mit absoluter Mehrheit gegen seine beiden Gegenkandidaten Franz Prebeck aus Niederbayern und Rainer Reichhold aus Stuttgart durchgesetzt, teilte der ZDH mit. Der Verband ist die Interessenvertretung von mehr als einer Million Handwerksbetrieben in Deutschland.

Handwerk fürchtet Jobverluste

"Das Handwerk versteht sich als Partner und Berater der Politik", sagte Wollseifer nach seiner Wahl. Diese Tradition wolle er fortsetzen, "zumal es bei der Politik aktuell echten Beratungsbedarf gibt". Das Handwerk ist mit den Vereinbarungen von Union und SPD zu Arbeitsmarkt und Rente im Koalitionsvertrag unzufrieden und fürchtet Jobverluste. "Wenn die Rentenkasse Mehrausgaben in zweistelliger Milliardenhöhe verkraften muss, ist das negativ für Wachstum und Beschäftigung", warnte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. "Die schwarz-rote Rentenpolitik könnte Jobs gerade im Handwerk kosten." Auch der geplante flächendeckende gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde könne Arbeitsplätze gefährden, "weil wir eine Reihe von Tarifverträgen haben, die auch nach 2016 voraussichtlich noch für manche Gruppen Löhne von unter 8,50 Euro vorsehen werden, gerade in Ostdeutschland".

Kentzler soll Ehrenpräsident werden

Der neue Handwerkspräsident Wollseifer führt ein bundesweit tätiges unternehmen Unternehmen zur Gebäudesanierung. Sein neues Amt tritt er am 1. Januar 2014 an. Sein Vorgänger Kentzler stand neun Jahre an der Spitze des Handwerksverbands. Wollseifer schlug Kentzler für das Amt des Ehrenpräsidenten des ZDH vor.

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