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Zahlungsmoral der Unternehmen schwächelt

Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen hat sich im Februar erstmals seit dem Sommer 2011 etwas eingetrübt. Sie liegt allerdings weiter auf sehr hohem Niveau. Der im Auftrag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX erstellte D&B-Zahlungsindex sank im Februar auf 87,79 (Januar: 87,83) Punkte, wie der Wirtschaftsinformationsdienstleister D&B mitteilte. Im Januar hatte der Wert den bisher höchsten Stand erreicht.

Angesichts der nur leichten Abschwächung sei es zu früh, um auf eine generelle Umkehr bei der Zahlungsmoral zu schließen. Weiter nach oben werde es aber nicht gehen. "Der Scheitelpunkt ist erreicht - ein gewisses Maß an verspäteten Zahlungen wird es immer geben", sagte D&B-Geschäftsführer Thomas Dold.

Er rechnet damit, dass es in den kommenden Monaten trotz der nach wie vor bestehenden konjunkturellen Unsicherheiten infolge der Schuldenkrise zu keinen dramatischen Einbrüchen bei der Zahlungsmoral kommt. "Noch befinden sich die Unternehmen aber in der komfortablen Lage zwei Jahre Wachstum genossen zu haben. Die meisten Firmen strotzen vor Kraft und können auch das geringere Wachstum in diesem Jahr gut verkraften", sagte Dold. "Allerdings schauen die Unternehmen aufgrund der nur geringen Wachstumserwartungen in diesem Jahr wieder stärker auf die Ausgaben und so werden zum Beispiel Lieferantenkredite ein oder zwei Tage länger ausgenutzt.

D&B Deutschland gehört zur Bisnode-Gruppe. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Wirtschaftsinformationen und Firmenbewertungen.Weltweit wertet D&B mehr als 20 Milliarden Rechnungen aus und verfügt zudem über Daten zu 200 Millionen Unternehmen in mehr als 200 Ländern.

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