02.05.2012 | DIHK-Präsident Driftmann

Wirtschaft will bessere Steuerung der Stromproduktion

Die Wirtschaft fordert eine bessere Steuerung der Stromproduktion.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat eine bessere Steuerung der Stromproduktion verlangt. Vor dem Energie-Gipfel im Kanzleramt kritisierte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann die Verschwendung von Ressourcen und Geldern durch ungesteuertes Wachstum im Bereich Erneuerbarer Energien.

Von 2010 auf 2011 sei der Anteil der Wind- und Solarenergie um 20 Prozent gestiegen, dies allerdings ohne jede regionale Koordination, sagte er. "Das ist unwirtschaftlich und ärgerlich."

 

Zu wenig Produktion im Süden

So gebe es im Nordosten Deutschlands eine Überproduktion von Windkraft. Der Strom werde oft gar nicht abgerufen. Der DIHK-Präsident plädierte daher dafür, neue Anlagen mit schwankenden Einspeisungen aus Wind und Sonne nur in Regionen zuzulassen, in denen der Strom auch wirklich nachgefragt werde oder Netze zum Abtransport vorhanden seien. Dagegen gebe es im Süden zu wenig Produktion. Dies müsse durch den Ausbau erneuerbarer Energien sowie herkömmlicher und flexibel zuschaltbarer Kraftwerke ausgeglichen werden.

 

"Energiewende verschlafen"

Die SPD erwartet, dass die Energieunternehmen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei dem Spitzengespräch "tüchtig den Kopf waschen". Die Kanzlerin und ihr Umweltminister Norbert Röttgen hätten die Energiewende verschlafen, sagte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann dem Blatt. Der Kraftwerksneubau klappe nicht, der Netzausbau stocke, und die dringend notwendigen Energiespeicher würden nicht entwickelt. "Es ist ein deprimierender Befund", betonte Oppermann.

Schlagworte zum Thema:  Logistik, Strom, Erneuerbare Energien, Energie, Deutscher Industrie- und Handelskammertag

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