09.06.2011 | Wirtschaft & Märkte

Wenig Vertrauen in Mobile Payment

In vielen Ländern hat sich das Bezahlen mit dem Mobiltelefon bereits etabliert. In Deutschland stehen die meisten Verbraucher dem Mobile Payment hingegen noch skeptisch gegenüber. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Gfk Custom Research.

Entsprechende Technologien gibt es in einigen Ländern wie Japan oder Südkorea bereits länger. Sogenannte Near-Field-Communication-Chips in den Mobiltelefonen ermöglichen es, Geldbeträge an andere Geräte in unmittelbarer Nähe zu senden. So zum Beispiel an eine Kasse in einem Geschäft oder an ein anderes Mobiltelefon. Die international angelegte Studie, für die Verbraucher in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Brasilien, Südkorea, China und den Vereinigten Staaten befragt wurden, hat gezeigt, dass sich deutsche Verbraucher mit dem neuen Bezahlsystem noch nicht angefreundet haben. Nur 56 Prozent sind bislang angetan  von der Idee, mit dem Mobiltelefon ihre Rechnungen zu begleichen. In China oder Brasilien sind es hingegen mit 82 beziehungsweise 73 Prozent einige mehr.

Gefragt wurde auch danach, welcher potenzielle Anbieter das größte Vertrauen genießen würde. Am sichersten fühlen sich Verbraucher hierzulande demnach in den Händen eines Finanzdienstleisters (86 Prozent). Kreditkartenunternehmen erreichen einen Wert von 71 Prozent, Mobilnetzbetreiber noch 63 Prozent.

Die Ergebnisse decken sich mit den Resultaten einer Untersuchung von Faktenkontor und Toluna. Auch dort sagte die Mehrheit der Befragten, Mobile-Payment-Anwendungen wenig zu vertrauen.

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