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Von Vorteilen und Tücken des Kooperierens

Mehr als 400 Teilnehmer des 7. Freiburger Mittelstandskongresses interessierten sich für das Veranstaltungsthema „Globalisierung, Kooperationen, Netzwerke“. Die abermals hohe Besucherzahl im Konzerthaus belegt, dass sich der von dem Freiburger Unternehmensberater Günter Monjau organisierte Kongress inzwischen fest in der baden-württembergischen Tagungslandschaft etabliert hat.

Mit Gernot Erler machte ein hochkarätiger Redner schon früh am Tag auf die internationale Verflechtung der Wirtschaft und die daraus erwachsenden aktuellen Krisenszenarien aufmerksam: Der SPD-Bundestagsabgeordnete warb für die breite Zustimmung des Parlaments zum Euro-Rettungsschirm und forderte zur Eindämmung der Finanzmarktrisiken die umgehende Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Die Gewinner aus der Krise müssten auch an deren Kosten beteiligt werden. Gleichwohl räumte Erler ein, dass „derzeit niemand eine Idee zur Bewältigung der Krise“ habe: „Wir fahren auf Sicht, politisch und ökonomisch.“ Der Mittelstand müsse sich in dieser Situation selbst behaupten.

Kooperations- und Konfliktmanagement

Im weiteren Verlauf des von Haufe-Lexware mitveranstalteten Kongresses informierten sich die Teilnehmer in mehreren Parallelvorträgen unter anderem über Kooperations- und Konfliktmanagement, erfolgreiche internationale Kommunikation sowie über die kulturelle Integration in der internationalen Unternehmenspraxis.

"Ohne Vertrauen geht nichts"

Zum Abschluss moderierte ProFirma-Chefredakteur Dieter Römer das Podiumsgespräch zum Thema „Kooperationen und Netzwerke für den Mittelstand – eine Antwort auf die Globalisierung?“. Das wichtigste Fundament für eine gelungene Kooperation sei stets das gegenseitige Vertrauen, machte Peter Zwicky, Vorstand des international agierenden Garnherstellers Gütermann AG aus dem südbadischen Gutach auf dem Podium geltend: „Ohne Vertrauen geht gar nichts.“ 

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