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Unternehmensberater haben Hochkonjunktur

Angesichts der Unsicherheiten durch die Finanzmarktkrise haben immer mehr Unternehmen einen alternativen „Plan B“ in der Schublade. Um schnell und flexibel auf Schwankungen oder Veränderungen reagieren zu können, sei der Entwurf von Szenarien zu einem Trendthema in der Unternehmensberatung geworden, berichtete der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) in Düsseldorf. „Die jüngsten Krisen kamen schneller, heftiger und unerwarteter als gedacht“, begründete Verbandspräsident Antonio Schnieder diese Entwicklung.

Für Unternehmensberatung haben die deutsche Wirtschaft und die öffentliche Hand zusammengenommen im Jahr 2011 so viel Geld ausgegeben wie noch nie: Der Umsatz der Branche kletterte den Angaben zufolge um fast zehn Prozent auf den Rekordwert von 20,6 Milliarden Euro. „Das haben wir auch nicht erwartet", betonte Schnieder. Besonders stark sei die Nachfrage nach Beratung 2011 im Fahrzeugbau gestiegen mit einem Umsatzplus von fast 20 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit einem Umsatzwachstum von insgesamt sieben Prozent. Durch den Atomausstieg sei ein hoher Beratungsbedarf bei Energieunternehmen zu erwarten. Auch Banken suchten nach neuen Geschäftsmodellen.

Die Zahl der Unternehmensberater stieg laut BDU 2011 bundesweit um rund 4.000 auf mehr als 91 000. Einschließlich der Angestellten beschäftigten die 14.100 Beratungsfirmen rund 113.000 Mitarbeiter.

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