21.09.2011 | Wirtschaft & Märkte

Unternehmen sollten sich gegen XXX-Domains schützen

Unter der neuen Top-Level-Domain „.xxx“ können Anbieter und Dienstleister der Sexindustrie neuerdings Domainadressen registrieren lassen, die für Internetseiten mit „Erwachseneninhalten“ vorgesehen sind. Hierdurch soll eine Abgrenzung von sonstigen Internetangeboten ermöglicht sowie der Jugendschutz verbessert werden. Auch branchenfremde Unternehmen sollten sich mit der Vergabe der „.xxx“ Domains befassen, um dem Missbrauch dieser neuen Domain-Namen vorzubeugen.

Es besteht nämlich das Risiko, dass eine fremde Marke oder Firma von Dritten als „.xxx“-Domain registriert wird, unter der dann erotische oder pornografische Seiteninhalte abrufbar sind. Dem guten Ruf der Marke oder des Unternehmens wäre dies nicht förderlich.

Blockierung beantragen

Für Markeninhaber wurde daher die Möglichkeit geschaffen, ihre Marken im Vorfeld der allgemeinen Registrierungsphase der Domainadressen sperren zu lassen. Viele Prominente, darunter der amerikanische Präsident Barack Obama oder die Schauspielerin Angelina Jolie, haben bereits von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Auch Organisationen wie das Rote Kreuz oder der Spielzeugkonzern Mattel habe ihre Domain sperren lassen. Die Blockierung von Marken für „.xxx“-Domains kann während der sog. „SUNRISE B“-Phase über einen akkreditierten Domain-Registrator beantragt werden. Die Kosten für einen solchen Antrag betragen einmalig ca. 250 Euro.

Sunrise-B bis 28. Oktober

Um den guten Ruf ihrer Marken nicht zu gefährden, sollten sich Markeninhaber daher überlegen, ihre Kennzeichen sperren zu lassen. Möglich ist die während der „Sunrise B“-Phase zwischen dem 7. September bis 28. Oktober 2011.

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