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Unternehmen setzen wieder auf strategische Planung

Die strategische Planung wird immer mehr als Erfolgsfaktor anerkannt. Der Software-Einsatz ist für Simulationen und Datenanalyse bereits weit verbreitet, bietet jedoch noch Verbesserungspotenzial.

Strategische Planung steht wieder oben auf der Agenda

Ziel der strategischen Planung ist es, den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens sicherzustellen. Im Abgleich mit den Wettbewerbern werden die eigenen Stärken und Schwächen identifiziert, langfristige Visionen formuliert und Meilensteine zur strategischen Kontrolle festgelegt.

Bereits seit den 1970ern verbreitete sich die strategische Planung in den Unternehmen, wurde aber zwischenzeitlich im Vergleich zur operativen Planung etwas stiefmütterlich behandelt. Aufgrund der Finanzkrise 2007/2008 stehen nun operative, taktische und strategische Planung gleichzeitig hoch im Kurs.

Strategische Planung in Unternehmen organisatorisch fest verankert

Die strategische Planung hat mittlerweile einen festen Platz imUnternehmen erhalten. Bei 82 Prozent der Befragten findet ein systematischer strategischer Planungsprozess statt. Für diesen Prozess übernimmt bei 68 Prozent der Befragten eine Abteilung die Hauptverantwortung. Allerdings beschäftigen sich die wenigsten Mitarbeiter ausschließlich mit der strategischen Planung. In der Regel sind die gleichen Mitarbeiter sowohl in der strategischen als auch in der operativen Planung involviert. Außerdem zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Größe eines Unternehmens und der organisatorischen Verankerung der strategischen Planung. Unternehmen mit über 5.000 Mitarbeitern besitzen zu 82 Prozent eine Abteilung für strategische Planung. Bei kleinen Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern sind dies lediglich 43 Prozent und bei Unternehmen mit 501 bis 5.000 Mitarbeitern 73 Prozent. 

Software-Einsatz für strategische Planung etabliert, aber noch ausbaufähig

Bei über 80 Prozent der befragten Unternehmen sind Software-Tools für die strategische Planung im Einsatz. Und dies zahlt sich auch aus: Unternehmen mit Software-Unterstützung sind deutlich zufriedener mit der Qualität ihrer strategischen Planung als Unternehmen, die gänzlich auf Software verzichten. Eine genauere Analyse der verschiedenen Software-Tools lohnt sich allemal, denn hier bestehen große Unterschiede.

Genutzte Werkzeuge: Spezialsoftware und Individuallösungen schneiden am besten ab 

Zur Unterstützung der strategischen Planung steht eine Vielzahl an Software-Tools zur Verfügung. Am häufigsten sind mit 88 Prozent die gängigen Programme von Microsoft im Einsatz, d.h. Excel, Power Point, Access und ähnliche (s. Abb. 1). 20 Prozent der Befragten verlässt sich ausschließlich auf diese Programme.

Abb. 1: Einsatz von Software-Werkzeugen für die strategische Planung. Quelle: „Strategische Planung heute“, BARC, September 2011, S. 19.

Strategische Planungsfunktionen: Simulation von Szenarien liegt weit vorne 

Höchste Priorität genießt die Simulation von Szenarien bei den Befragten mit 85 Prozent. Gleichauf liegen die Datenanalyse, Entscheidungsvorlagen für die Führungsebene und die Dokumentation des Planungsprozesses als wichtige Planungsfunktionen. Die Dokumentationsfunktion ist unter anderem für die Compliance im Unternehmen besonders wichtig. Danach folgen das strategische Portfoliomanagement mit 71 Prozent und mit deutlichem Abstand die Moderation des Planungsprozesses mit 47 Prozent (s. Abb. 2).

Abb. 2: Wichtigkeit der oben genannten Funktionen zur strategischen Planungsunterstützung. Quelle: „Strategische Planung heute“, BARC, September 2011, S. 22.

Diese Ergebnisse zeigen sehr ähnliche Einschätzungen der Studienteilnehmer bei fünf von sechs Planungsfunktionen. Als Fazit lässt sich ableiten, dass die Unternehmen ein ganzes Bündel an Funktionen gemeinsam bewerten und nicht einige wenige Funktionen herausragen.

Grundlagen

Die Studie „Strategische Planung heute: Status quo, Nutzen und Verbesserungspotenzial“ wurde im September 2011 vom Business Application Research Center (BARC) publiziert. 103 Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum beteiligten sich an der Umfrage. Die SOLYP Informatik GmbH übernahm das Sponsoring der Untersuchung.

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