08.06.2011 | Wirtschaft & Märkte

Unternehmen kämpfen um Auszubildende

Die Wirtschaft reißt sich wie seit vielen Jahren nicht mehr um Schulabgänger. Bis Ende Mai hätten die Industrie- und Handelskammern rund 149 000 neue Ausbildungsverträge für das kommende Lehrjahr registriert - dies seien 13 Prozent mehr als im Mai 2010, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann:

Er sprach von einem neuen Rekord. "Die florierende Konjunktur und der steigende Fachkräftebedarf beflügeln den Ausbildungsmarkt." Im Handwerk zeige der Trend ähnlich steil nach oben. Industrie und Handel bilden rund zwei Drittel aller Lehrlinge aus, das Handwerk ein Drittel.

Dennoch werde die Zahl der neuen Ausbildungsverträge bis Oktober, wenn das neue Lehrjahr beginnt, wohl allenfalls um fünf Prozent über dem Vorjahresniveau liegen, prognostiziert der DIHK. Denn für einen größeren Anstieg fehlten trotz doppelter Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen und der Aussetzung der Wehrpflicht die Bewerber: "Die Zahl der Abgänger aus Haupt- und Realschulen wird 2011 um 3,5 Prozent zurückgehen." Driftmann befürchtet daher, dass auch in diesem Jahr wieder mehr als 50 000 Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben.

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