10.01.2012 | Wirtschaft & Märkte

Talfahrt im verarbeitenden Gewerbe hält an

Wegen sinkender Aufträge haben die deutschen Unternehmen ihre Produktion im Dezember 2011 den dritten Monat in Folge gedrosselt. Allerdings schwächte sich der Rückgang gegenüber November spürbar ab. Das belegt der saisonbereinigte Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), der binnen vier Wochen um 0,5 Zähler auf 48,4 Punkte anstieg. Der wichtige Konjunktur-Frühindikator für das verarbeitende Gewerbe signalisiert damit zwar weiter ein Absinken der Wirtschaftsleistung; er hat sich aber der Wachstumsschwelle von 50 Punkten wieder etwas annähern können.

Wegen sinkender Aufträge haben die deutschen Unternehmen ihre Produktion im Dezember 2011 den dritten Monat in Folge gedrosselt. Allerdings schwächte sich der Rückgang gegenüber November spürbar ab. Das belegt der saisonbereinigte Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), der binnen vier Wochen um 0,5 Zähler auf 48,4 Punkte anstieg. Der wichtige Konjunktur-Frühindikator für das Verarbeitende Gewerbe signalisiert damit zwar weiter ein Absinken der Wirtschaftsleistung; er hat sich aber der Wachstumsschwelle von 50 Punkten wieder etwas annähern können.

„Den aktuellen EMI-Daten zufolge scheint sich die deutsche Wirtschaft erfolgreich gegen alle Unkenrufe einer drohenden Rezession zu wehren. Umfragen unter unseren Einkäufern zeigen, dass die Geschäftserwartungen an das neue Jahr gar nicht so schlecht sind“, betonte Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), in Frankfurt. Die weitere Konjunkturentwicklung werde davon abhängen, ob die Politik die ungelöste Staatsschuldenkrise in den Griff bekomme. Gelinge dies, sei laut Hildebrandt „durchaus mit einem deutschen Wintermärchen“ zu rechnen.

Die Orderbücher der großen wie kleineren Unternehmen wiesen aufgrund der Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung auch im Dezember ein hohes Minus aus. Der saisonbereinigte Teilindex Auftragseingang notierte zum sechsten Mal in Folge unter der psychologisch wichtigen 50-Punkte-Marke, konnte aber dennoch im Berichtsmonat gegenüber November um 1,5 Zähler auf 44,7 Punkte leicht zulegen. Der massive Rückgang der Auslandsbestellungen setzte den Firmen stark zu. So erholte sich der saisonbereinigte Teilindex Auftragseingang Export im Vergleich zum November (41,9) zwar deutlich, bliebt mit einem Wert von 44,5 Punkten aber unter der Wachstumsschwelle. Rückläufig war die Nachfrage vor allem aus Asien und den Ländern der Eurozone.

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