05.02.2013 | Stuttgart 21

Ramsauer dementiert Gerücht über Ausstieg des Bundes

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 steht auf der Kippe.
Bild: Rainer Sturm ⁄

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ist dem Eindruck entgegengetreten, der Bund distanziere sich vom Bahnprojekt Stuttgart 21.

"Das ist Quatsch", sagte Ramsauer dem ZDF am Rande einer Wirtschaftskonferenz in Bagdad. Die "Stuttgarter Zeitung" berichtet heute unter Berufung auf ein internes Dossier des Ministeriums, der Bund lehne weitere Milliardenausgaben für S 21 ab und dringe im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn auf eine Prüfung von Alternativen. Zudem könnte das Projekt nach Einschätzung der Bundesregierung erst im Jahr 2024 fertig werden, wenn sich die Genehmigungsverfahren weiterhin so in die Länge ziehen wie bisher.

Im Zweifel lieber aussteigen 

Der Grünen-Verkehrspolitiker Toni Hofreiter hält den Bericht für plausibel. "Das deckt sich absolut mit meinen Erkenntnissen aus dem Verkehrsministerium und aus der Bahn", sagte Hofreiter im Bayerischen Rundfunk. "Aus der Bahn wurde mir gesagt, dass der Fertigstellungstermin 2025 ist. Das ist absolut glaubwürdig." Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Bundestages verlangte, im Zweifel lieber jetzt auszusteigen. Nach seinen Angaben wird das Projekt am Ende zwischen 10,7 und 11,3 Milliarden Euro kosten. "Und da kann man noch sehr viel Geld retten."

Bahn frisst ihr Eigenkapital 

Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Oliver Luksic, erklärte der Nachrichtenagentur dpa: "Die Kostenexplosion frisst das Eigenkapital der Bahn für die nächsten Jahre auf, so dass wir dringend das Projekt überdenken müssen. Die Bahn muss endlich mit offenen Karten spielen."

 

Schlagworte zum Thema:  Stuttgart, Deutsche Bahn, Stuttgart 21

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