29.06.2012 | Studie

Boom der Luxusgüterindustrie hält trotz Eurokrise an

Luxusartikel wie Uhren und Schmuck boomen trotz Euro-Krise.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Trotz Eurokrise hält der Boom der Luxusgüterindustrie einer Studie zufolge weiter an.

Weltweit dürfte die Branche in diesem Jahr um sieben Prozent zulegen und die Umsatzschwelle von 200 Milliarden Euro überschreiten, schätzt die Beratungsgesellschaft Bain & Company. In einer Studie kommt das Unternehmen zu dem Schluss, dass die Turbulenzen in der Eurozone und die Befürchtungen eines Konjunktureinbruchs die Nachfrage nach Luxusgütern nicht beeinträchtigen. Vielmehr würden sich die wichtigsten Markttrends fortsetzen, die seit der Rezession 2008/2009 zu der kräftigen Erholung des Luxusgütersegments beigetragen haben. Dazu zählten die steigende Zahl von Online-Käufen, die Verlagerung des Verkaufs über große Warenhäuser hin zu markeneigenen Geschäften und das rasante Wachstum in China. Die Luxusausgaben chinesischer Verbraucher machen inzwischen über 20 Prozent der weltweiten Luxusgüterumsätze aus, heißt es. Darüber hinaus werde die Käuferschicht in China, die sich teure Artikel leisten kann, immer jünger. So entstünden neue Vorlieben und Geschmäcker.

Hersteller von Luxusaccessoires profitieren am stärksten

Mit Wachstumsraten von zwei bis vier Prozent in Europa, fünf bis sieben Prozent in Amerika und zwei Prozent in Japan geht die Studie aber auch für die etablierten Märkte 2012 von neuen Bestmarken aus. Darüber hinaus sollte die verzögerte wirtschaftliche Erholung in Indien und Russland in diesem Jahr zu einer deutlich höheren Nachfrage nach Luxusartikeln führen. Neue Märkte, in denen Luxusartikel attraktiver werden, entstünden in Aserbaidschan, Brasilien, Indonesien, Kasachstan, Malaysia, Mexiko, Südafrika, Türkei und Vietnam. Am stärksten profitieren von dem Trend werden den Experten zufolge die Hersteller von Luxusaccessoires wie Uhren und Schmuck sowie von Modeartikeln wie Gürtel und Tücher. Bain traut diesem Segment angesichts neuer Produkttrends und neuer Kundengruppen 2012 ein deutlich zweistelliges Wachstum zu.

Die Studie hat Bain zusammen mit dem italienischen Luxusgüterverband Fondazione Altagamma durchgeführt. Untersucht wurden Markt und Ertragslage von 230 weltweit führenden Luxusgüterherstellern und -marken./

Schlagworte zum Thema:  Luxusgegenstände, Studie, Eurokrise, China

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