20.09.2013 | Studie

BDU fordert Neuregulierung des Energiemarkts

Der BDU fordert eine Neuausrichtung des Energiemarkts.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die negativen Auswirkungen des Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG) werden immer stärker deutlich und belasten mittelständische Unternehmen in Deutschland zunehmend. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU).

Er stellte die aktuellen Studie "Energiewende im Mittelstand" vor, an der rund 100 Entscheider aus baden-württembergischen KMU teilgenommen haben. Antonio Schnieder, BDU-Präsident: "Das EEG muss nach der Bundestagswahl dringend und schnellstens angepasst werden. Die derzeitige Energiemarktregulierung setzt falsche Anreize." Dem bei der Einführung des EEG im Jahre 2000 nicht für möglich gehaltenen Anteil von 20 Prozent an der gesamten Stromproduktion stehe aktuell eine Verdreifachung des Strompreises gegenüber. Zwar wirke sich der Zubau von Solar- und Windenergieanlagen nach und nach preisdämpfend aus, dagegen seien Stromsteuer und EEG-Umlage, die zur Zeit 43 Prozent der Stromkosten ausmachen, massiv preistreibend, so die Autoren der Studie.

90 Prozent fürchten um ihre Wettbewerbsfähigkeit 

Die Hauptlast müssten neben den privaten Verbrauchern vor allem die mittelständischen Betriebe tragen, die nicht unter die Befreiungsgrenze des EEG fallen. Erschreckend: Knapp 90 Prozent der Entscheidungsträger aus den KMU-Unternehmen gaben in der Studie an, dass sie ohne geeignete Gegenmaßnahmen um die Profitabilität ihrer Unternehmen fürchten, jeder Dritte prognostiziert sogar erhebliche Beeinträchtigungen.

Mittelstand subventioniert Industrieunternehmen 

Kritisch bewerten in diesem Zusammenhang die Autoren der Studie auch die Befreiung der Großverbraucher von der EEG-Umlage und die damit verbundene erhöhte EEG-Umlage für alle anderen Verbraucher. Letztlich subventioniere der Mittelstand die großen Industrieunternehmen, die im weltweiten Wettbewerb stehen und für die Ausnahmeregelungen existierten. Dies könne wirtschaftspolitisch aber nicht gewünscht sein. Vielmehr müsste es das Ziel sein, falls individuelle und temporäre Kostenentlastungen von Unternehmen notwendig seien, dies als gemeinwirtschaftliche Aufgabe aus gewöhnlichen Etatmitteln zu finanzieren.

Schlagworte zum Thema:  Strompreis, Energieerzeugung, Energiepolitik, EEG-Umlage, Erneuerbare Energien

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