14.05.2014 | Strategie

Internet-Konzerne greifen nach dem Energiemarkt

Google & Co interessieren sich für den Energiemarkt.
Bild: Alexander Klaus/pixelio.de

Neuausrichtung: Große Internet-Konzerne wie Microsoft, Google und Facebokk richten ihre Geschäftsmodelle zunehmend auf den weltweiten Energiemarkt aus, berichten Branchenkenner..

Große internationale IT-Unternehmen entwickeln nach Einschätzung eines Branchenexperten zunehmend Geschäftsmodelle für den Energiemarkt. Künftig werde in der Branche weniger mit der Produktion von Strom Geld verdient, sondern vor allem mit dem Management von Daten in den Energienetzen, sagte der Vorstandschef des Münchener Software-Spezialisten GreenCom Networks, Christian Feißt, auf einem Fachkongress in Karlsruhe.

Konzept "Smart Cities"

Unternehmen wie Google und Facebook seien es gewohnt, in Echtzeit Massendaten zu verarbeiten, sagte Feißt, dessen Unternehmen Software-Lösungen für Energieversorger entwickelt. "Google geht ganz klar in Richtung Energiemarkt", erklärte der Manager und wies auf die Übernahme des Thermostat-Herstellers Nest für 3,2 Milliarden Dollar zu Beginn des Jahres hin. Mit Nest könnten Gebäude überwacht werden, Google könnte dies dann mit seinen Kundenprofilen verbinden. Auch Microsoft arbeite an einer eigenen Plattform für die Umsetzung von Konzepten unter dem Schlagwort "Smart Cities" (intelligente Städte).

Intelligente Netze schaffen

Auf dem Kongress "Energie und Informatik" sagte Ministerialdirektor Helmfried Meinel vom Umwelt- und Energieministerium in Stuttgart: "Unser Ziel ist es, Baden-Württemberg zu einem Vorreiter bei der Entwicklung von Smart Grids zu machen." Solche intelligenten Netze müssten vor allem auf der Ebene der Verteilung von Energie umgesetzt werden.

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