Mit dem Projekt EDV gelingt das digitale Vergessen. Bild: Cisco Visual Networking Index

Der weltweite Datenverkehr wird sich bis zum Jahr 2021 verdreifachen. Dies ist die Erkenntnis der Studie „Cisco Visual Networking Index“. Vor dem Hintergrund der rapide steigenden Datenmenge werden innerhalb des Projekts „EDV – Einfaches Digitales Vergessen“ Möglichkeiten des selbstbestimmten Austauschs von sensiblen oder personenbezogenen Informationen sowie das selbstständige Löschen dieser Informationen erforscht.

Die steigende Datenmenge erfordert neue Konzepte, um die übertragenen Informationen angemessen zu schützen. Wichtig ist dieser Schutz vor allem da, wo vermehrt vertrauliche Daten wie Umsätze, Projektergebnisse und Angaben zur Unternehmensstrategie oder zu Personal digital, also per E-Mail oder mithilfe von externen Speicherbereichen wie Cloud-Lösungen, ausgetauscht werden. Dabei müssen einige Daten oftmals nur temporär verfügbar sein und könnten danach wieder gelöscht werden. Innerhalb des Projekts EDV – Einfaches Digitales Vergessen werden Möglichkeiten des selbstbestimmten Austauschs von sensiblen oder personenbezogenen Informationen sowie das selbstständige Löschen dieser Informationen erforscht.

Eindeutige Identifikation der Nutzer

Ziel des Projekts ist es, ein aus Soft- und Hardwarekomponenten bestehendes System zum sicheren Austausch und zur Verwaltung von Daten zu entwickeln. Die eingesetzte Hardware dient unter anderem der eindeutigen Identifikation des Nutzers, beispielsweise durch ein Kartenlesegerät für elektronische Personalausweise. Seit 2017 wird das Projekt im Rahmen des Technologieprogramms „Smart Data – Innovationen aus Daten“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Für die Plattform des Projekts EDV wird eine Software genutzt, die einen sicheren Datenaustausch gewährleistet, beispielsweise durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Darüber hinaus behält der künftige Nutzer der Lösung von EDV auch nach dem Versand die Kontrolle über seine Daten, indem er seine Informationen entweder mit temporären Zugriffsrechten versieht oder seine Informationen nach Ablauf einer Frist automatisch gelöscht werden.

16 Leuchtturmprojekte gefördert

Mit dem Technologieprogramm „Smart Data – Innovationen aus Daten“ fördert das BMWi von 2014 bis 2018 insgesamt 16 Leuchtturmprojekte, die den zukünftigen Markt von Big-Data-Technologien für die deutsche Wirtschaft erschließen sollen. Smart Data ist Teil der Hightech-Strategie und der Digitalen Agenda der Bundesregierung.

Schlagworte zum Thema:  Datenmenge, Datenübertragung, Datenschutz

Aktuell
Meistgelesen