17.09.2012 | Schwerpunkte der IAA-Nutzfahrzeuge

Hybrid, Aerodynamik, Vernetzung

Die Nutzfahrzeugbranche wartet auf Verkehrsminister Ramsauers Erläuterungen zur gestaffelten Lkw-Maut.
Bild: Haufe Online Redaktion

Rund 1.900 Autobauer, Zulieferer und Dienstleister zeigen den Besuchern vom 20. bis zum 27. September bei der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vor allem Neuheiten zum Thema alternative Antriebe. Die Messe versteht sich als führende Branchenschau und Technikbörse.

Elektro- und Hybridmotoren werden nach Einschätzung von Matthias Wissmann, dem Präsidenten des veranstaltenden Verbands der Automobilindustrie (VDA), bei Transportern mit einem Gewicht von bis zu 3,5 Tonnen zunehmend attraktiv: "Gerade in diesem Segment werden besonders viele Innovationen zu sehen sein", sagte er vor dem Messestart der Nachrichtenagentur dpa. Für schwere Lkw bleibe der Verbrennungsmotor das tragfähigere Modell. Jedoch hätten Hybride gerade bei mittelgroßen Nutzfahrzeugen eine gute Perspektive.

Ramsauer soll Maut-Staffelung erläutern 

Ein wichtiges Ausstellungsthema ist zudem die neue Abgasnorm Euro 6 mit den bislang niedrigsten Schadstoffemissionen. Gegenüber der Euro-5-Norm soll der Ausstoß von Stichoxiden um bis zu 80 Prozent zurückgehen, bei Rußpartikeln um zwei Drittel. Der VDA erwartet, dass Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hier bei der offiziellen Eröffnung der IAA am Donnerstag kommender Woche (20. September) erste Vorstellungen zur Mautgebühren-Staffelung für Euro-6-Lkw erläutert.

Großes Thema Vernetzung 

Um neue ökologische Standards drehen sich auch die Präsentationen vieler Aussteller zur Aerodynamik. Statt klobiger Fahrerkanzeln sind immer öfter windschnittige Ansätze gefragt. «Man darf nie vergessen: Bis zu 40 Prozent des Kraftstoffverbrauchs im Fernverkehr sind auf den Luftwiderstand der Fahrzeuge zurückzuführen. Hier wird es auf der IAA viele kreative Ideen geben», kündigte Wissmann an. Hinzu kommt als viertes großes Thema die steigende Vernetzung auch unter Nutzfahrzeugen. Ähnlich wie im Pkw-Geschäft beschäftigen sich insbesondere Zulieferer wie Continental, Bosch oder Delphi mit neuen Technologien, die Lkw-, Bus- und Transporterfahrern die Arbeit erleichtern sollen. Es geht um Navigation, Telematik, Fahrerassistenzsysteme, Flottenmanagement, die Kommunikation zwischen Fahrzeugen sowie zwischen Fahrzeugen und der Verkehrsinfrastruktur.

Schlagworte zum Thema:  Nutzfahrzeuge, Hybridfahrzeuge, Lkw-Maut

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