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Schuldenkrise kann Konsum nicht bremsen

Durchschnittlich 241 Euro wollen die Menschen in Deutschland einer GfK-Umfrage zufolge in diesem Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das sind nur vier Euro weniger als ein Jahr zuvor, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK/Nürnberg) mitteilte. Insgesamt könne der Handel mit Umsätzen von 13,7 Milliarden Euro rechnen. Stabil präsentiert sich auch der Konsumklima-Index der GfK. Er liegt für den Dezember bei einem Wert von 5,6 Punkten.

Der Umfrage zufolge werden auch in diesem Jahr am häufigsten Bücher unter dem Weihnachtsbaum liegen: 37 Prozent der 3.558 Befragten greifen fürs Fest zu Lesestoff. Auf den Plätzen der beliebtesten Geschenke folgen Kleidung und Accessoires, Spielwaren, Lebensmittel und Getränke. In nahezu allen Produktkategorien werden Geschenke nach GfK-Angaben zunehmend per Internet bestellt.

Unterdessen trotzte der Konsumklima-Index der Schuldenkrise in der Eurozone. Für Dezember errechnete die KfK einen Wert von 5,6 Punkten, der über den Erwatungen der Banken-Volkswirte lag, die im Schnitt mit 5,2 Punkten gerechnet hatten. Im November hatte der Wert bei revidiert 5,4 Punkten (zunächst 5,3) gelegen.

Während sich der Gesamtindikator für das Konsumklima vergleichsweise robust gegenüber der Schuldenkrise im Euroraum zeigte, gingen die Konjunktur- und Einkommenserwartungen zurück. Gestützt wurde der Anstieg jedoch durch die deutlich gestiegene Anschaffungsneigung. Die Anschaffungsneigung stieg um 9,1 Punkte auf 40,3 Punkte. Ein höherer Wert wurde zuletzt im Januar diesen Jahres gemessen.

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