02.10.2015 | Schlüsselbranche

Der deutsche Maschinenbau schwächelt

Der deutsche Maschinenbau blickt trotzdem optimistisch in die Zukunft.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der deutsche Maschinenbau kommt einfach nicht in Fahrt. Nach einem sehr guten Vormonat enttäuscht der Auftragseingang im August wieder. Trotz Stagnation schafft die Schlüsselbranche weiterhin neue Jobs.

Der deutsche Maschinenbau tritt auf der Stelle: Nach einem starken Vormonat sind bei den meist mittelständischen Betrieben im August wieder weniger Bestellungen eingegangen. Der Auftragseingang lag real um 7 Prozent unter dem Vorjahresniveau, nachdem im Juli noch ein dickes Plus von 18 Prozent zum Vorjahr verbucht worden war, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Frankfurt mitteilte. Besonders die Order aus dem Inland gingen kräftig um 17 Prozent zurück, die Auslandsbestellungen blieben mit minus 1 Prozent nahezu unverändert. Selbst das gute Geschäft mit den Euro-Partnerländern (plus 9 Prozent) konnte die Rückgänge aus dem sonstigen Ausland (minus 3 Prozent) nicht ganz kompensieren. Dank des guten Juli-Geschäfts verbuchten die Maschinenbauer im aussagekräftigeren Drei-Monats-Vergleich zwischen Juni und August immerhin einen Orderzuwachs um 2 Prozent. Nach den ersten acht Monaten des Jahres bleibt damit unterm Strich ein minimales Auftragsplus von einem Prozent in den Büchern.

Beschäftigtenzahl gestiegen

Trotzdem bewertet der Verband die Lage der Branche recht positiv: "Die deutschen Maschinenbauer schaffen es offenbar, in einem mehr als schwierigen Umfeld Auftragseingang, Produktion und Beschäftigung auf dem erreichten Niveau zu halten", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Das gelte nicht nur für den Auftragseingang, sondern auch für die Produktion und die Beschäftigung. Denn im Juli waren 1,008 Millionen Menschen in der deutschen Schlüsselindustrie tätig und damit 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr, sagte Wiechers: "Das ist zweifelsfrei eine gute Nachricht." Denn in der Produktion habe die Branche seit vier Jahren keinen richtigen Zuwachs mehr erlebt: "Die Unternehmen sind offenbar flexibel genug, mit dieser schwierigen Situation ohne Entlassungen hinzukommen." Im ersten Halbjahr 2015 war die Maschinenproduktion nach früheren VDMA-Angaben sogar um 0,5 Prozent gesunken. Schon im Juli hatte der Branchenverband seine Jahresprognose von 2,0 Prozent Wachstum auf Stagnation gesenkt.

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Schlagworte zum Thema:  Konjunktur, Maschinenbau

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