| Computeruhr auf der IFA

Samsung bringt den Computer ans Handgelenk

Von US-Hersteller Pebble kommt ein Computeruhr-Vorläufer mit beschränktem Funktionsumfang.
Bild: Pebble

Im Wettlauf der Smartphone-Riesen um das Geschäft mit Computer-Uhren kann sich Samsung wohl einen frühen Vorsprung sichern. Eine Galaxy-Uhr soll nach jüngsten Berichten schon Anfang September gezeigt werden.

Samsung will zur Funkausstellung IFA in Berlin laut einem Medienbericht eine Computer-Uhr präsentieren. Über die Smartwatch mit dem Namen Galaxy Gear werde man telefonieren, E-Mails abrufen und im Internet surfen können, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Das Gerät solle mit dem Google-Betriebssystem Android laufen und am 4. September vorgestellt werden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Kein biegsamer Bildschirm 

Wenige Tage vor der erwarteten Vorstellung bei der IFA in Berlin sind neue Details über die Computer-Uhr von Samsung durchgesickert. Die Smartwatch Galaxy Gear werde einen berührungsempfindlichen Bildschirm mit einer Diagonale von etwa 2,5 Zoll (6,3 cm) haben, berichtete das angesehen Technologie-Blog "GigaOM" in der Nacht zum Dienstag. Vorgesehen seien auch kleine Lautsprecher und eine Kamera im Armband, hieß es unter Berufung auf mehrere Quellen.

Einsatz als Fitness-Accessoire

Laut "GigaOM" bekommt die Uhr einen Bewegungssensor, der sie automatisch aktiviert, wenn sie zu den Augen geführt wird. Ein NFC-Funkchip solle für schnellen Datenaustausch und Identifikation sorgen, über Bluetooth verbinde sich das Gerät mit Smartphones. Der Bildschirm mit einer Auflösung von 320 mal 320 Pixeln solle die üblichen Wisch-Bewegungen unterstützen, aber wegen der Größe wohl keine Text-Eingabe. In Inneren stecke ein Doppelkern-Prozessor, der eine "recht ordentliche" Batterielaufzeit erlaube. Sensoren sollten den Einsatz als Fitness-Accessoire ermöglichen.

Das nächste große Wachstumsfeld 

Computer-Uhren, Fitness-Tracker wie das Nike Fuelband und andere tragbare Mini-Geräte gelten als das nächste große Wachstumsfeld der Tech-Industrie nach dem Smartphone-Boom. Laut Medienberichten soll auch Apple intensiv an einer Datenuhr arbeiten, der Konzern sicherte sich bereits in mehreren Ländern den Markennamen iWatch. Offiziell gab es bisher nur Andeutungen. So sagte Konzernchef Tim Cook, dass Geräte am Handgelenk ein interessantes Feld seien. Google experimentiert unterdessen mit der Computer-Brille Google Glass, die bisher ausgewählte Testnutzer in den USA erhielten.

Vorläufer mit eingeschränktem Funktionsumfang 

Auf dem Markt sind bereits mehrere Daten-Uhren kleinerer Anbieter, die einige Funktionen von Smartphones übernehmen können, wie zum Beispiel "Pebble" aus den USA oder die italienische "i'm Watch". Sie haben jedoch meist einen eingeschränkten Funktionsumfang, weil sie nicht zu allen Smartphone-Diensten Zugang bekommen und ihre Entwickler nicht von den technologischen Möglichkeiten der großen Konzerne profitieren können. Samsung ist mit seiner Galaxy-Reihe der mit Abstand größte Smartphone-Hersteller und kann damit zahlreiche potenzielle Nutzer ansprechen.

Schlagworte zum Thema:  Computer, Smartwatch

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