| Roland-Berger-Studie

Unternehmen auf weiteres Wachstum eingestellt

Bild: Haufe Online Redaktion

Deutsche Unternehmen sind gut aus der Finanz- und Wirtschaftskrise gekommen. Im Jahr 2012 rechnen bereits 63 Prozent mit einem weiteren Wachstum von mindestens zehn Prozent.

Das ist das wichtigste Ergebnis der neuen Restrukturierungsstudie von Roland Berger Strategy Consultants "Deutschland 2012: Staatsschuldenkrise – Auswirkungen auf Finanzierung und Realwirtschaft". Allerdings könnten der Mangel an qualifizierten Fachkräften, die Probleme der Eurozone und unzureichende Finanzierungsmöglichkeiten dieses Wachstum behindern. "Die Wachstumserwartungen vieler deutscher Unternehmen sind weiterhin positiv, wenngleich etwas gedämpfter als im Vorjahr", sagt Max Falckenberg, Partner von Roland Berger Strategy Consultants und Co-Leiter des Competence Centers Corporate Performance.

Sorgen macht den Unternehmen neben dem Fachkräftemangel vor allem das Szenario einer Auflösung der Eurozone aufgrund der hohen Staatschulden mancher europäischen. Mehr als 20 Prozent haben bereits Vorkehrungen für eine mögliche Auflösung der Eurozone getroffen oder planen, es zu tun. "Viele Unternehmen, die etwa Produktionsstätten, Lieferanten oder gar Finanzierungskredite in Griechenland haben, müssen bereits jetzt entsprechende Vorkehrungen treffen, um die Folgen eines Austritts des Landes aus der Eurozone auszugleichen."

Denn zwei Drittel der Befragten halten einen Austritt Griechenlands für sinnvoll, knapp die Hälfte sogar für wahrscheinlich. Von der starken Staatsschuldenkrise in Europa sind vor allem Finanzdienstleister betroffen. Mit großem Abstand folgen dann die Logistik-, die Maschinenbau- und die Baubranche.


Schlagworte zum Thema:  Wachstum, Mittelstand

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