10.10.2011 | Wirtschaft & Märkte

Online-Petition für einfacheren Datenschutz gestartet

Mit einer Online-Petition wollen Verbraucherschützer erreichen, dass Dienste und Geräte immer so voreingestellt sein müssen, dass sie einen für die Nutzer maximalen Datenschutz gewährleisten.

In die schon seit einiger Zeit andauernde Diskussion um den Datenschutz bei Nutzung von Online-Angeboten oder Geräten wie Smartphones meldet sich jetzt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zu Wort und hat eine Online-Petition gestartet. Ziel der Aktion ist es, eine Regelung herbeizuführen, mit der die Datenschutzeinstellungen der Dienste und Produkte so gestaltet werden müssen, dass so wenige personenbezogene Daten wie möglich erhoben und verarbeitet werden.

Schutz für alle Nutzer

Ihre Initiative begründen die Verbraucherschützer damit, dass technische Systeme immer komplexer und Datenverarbeitung immer unübersichtlicher werde. Wer Kontrolle über seine Daten behalten wolle, müsse dazu langwierig nach den entsprechenden Einstellungsoptionen in sozialen Netzwerken, in Browsern oder auf Smartphones suchen.

Dabei verfügten viele Anwender jedoch nicht über die notwendigen Fähigkeiten oder ausreichend Zeit, sich intensiv mit diesen Fragen zu beschäftigen. Diese Nutzer müssten jedoch ebenso geschützt werden wie die erfahreneren Anwender, die diese Hürden überwinden könnten.

Privacy by Default

Als Lösung schlagen die Verbraucherschützer daher eine Privacy-by-Default-Regelung vor, nach der alle Produkte und Dienstleistungen bereits bei ihrer Auslieferung bzw. der ersten Inanspruchnahme datenschutzfreundlich voreingestellt sein müssen und auf diese Weise automatisch nur so viele Daten erfassen, verarbeiten und weitergegeben, wie für die Nutzung unbedingt erforderlich ist.

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