09.02.2012 | Wirtschaft & Märkte

Ökoenergie-Ausbau ersetzt Brennstoffimporte in Milliardenhöhe

Durch den Ausbau erneuerbarer Energien ist nach Branchenangaben im vergangenen Jahr der Ausstoß von 127 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden worden. Zudem konnten durch mehr Energie aus Sonne, Wind und Biomasse Brennstoffimporte in Höhe von elf Milliarden Euro ersetzt werden - 2010 waren es erst 7,4 Milliarden Euro. Das geht aus Berechnungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) hervor. Ein Problem bleibt aber der Ausbau der Ökoenergien im Wärmebereich.

Der Anteil grüner Energie am Endenergieverbrauch in Deutschland betrug im vergangenen Jahr laut BEE 11,9 Prozent (2010: 10,5 Prozent). Im Strombereich stieg der Anteil der erneuerbaren Energien um rund vier Prozent auf 20,1 Prozent, im Wärmesektor fiel er jedoch auf 9,4 Prozent (2010: 9,6 Prozent).

 

Verlässliches Förderinstrument gesucht

"Diese schwachen Zahlen belegen erneut die Dringlichkeit für ein verlässliches und haushaltsunabhängiges Förderinstrument für den Ausbau regenerativer Energien im Wärmesektor", sagte BEE-Präsident Dietmar Schütz. Die Zunahme bei Wärmepumpen, Pelletheizungen und Solarthermieanlagen bewege sich auf geringem Niveau. Auch der Ökoanteil beim Kraftstoffverbrauch sank durch einen Absatzeinbruch bei reinem Biodiesel 2011 auf 5,53 Prozent (2010: 5,8 Prozent).

 

Stromproduktion aus erneuerbaren Energien gestiegen

Führend bei der Stromproduktion war 2011 erneut die Windenergie mit 48,1 Terawattstunden (TWh), gefolgt von der Wasserkraft (19,0 TWh), der Photovoltaik mit 18,5 TWh und Biogasanlagen mit 17,5 TWh. Insgesamt lag die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2011 bei 122,3 TWh - ein deutlicher Anstieg nach 104,4 TWh in 2010.

 

Sorge vor ausufernden Kosten

Da der Ausbau der erneuerbaren Energien von den Bürgern über den Strompreis mitbezahlt wird, gibt es bei Union und FDP Sorgen, dass trotz aller positiven Effekte die Kosten ausufern könnten - daher werden derzeit weitere Einschnitte bei der Solarförderung geplant, die rund die Hälfte der Förderkosten frisst.

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