2015 lagen die deutschen FuE-Ausgaben erstmals bei drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Bild: Haufe Online Redaktion

Deutschland gehört nach einer neuen OECD-Studie zu den fünf Ländern, die weltweit am meisten in Forschung und Entwicklung (FuE) investieren. In wichtigen Zukunftsfeldern wie Energie und Umwelt sei die Bundesrepublik sogar unter den "Top 3" neben Japan und den USA.

Das teilte das Forschungsministerium unter Hinweis auf den Report der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit. Im Jahr 2015 lagen die deutschen FuE-Ausgaben erstmals bei drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Für die Jahre 2016 und 2017 sei mit steigenden Innovationsausgaben um bis zu knapp vier Prozent zu rechnen, heißt es in einer ebenfalls präsentierten Erhebung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Demnach zahlen sich Innovationsanstrengungen für Firmen aus, hieß es. So stieg der mit neuen Produkten erzielte Umsatz 2015 um acht Prozent auf 710 Milliarden Euro an.

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Gute Kooperation von privater und öffentlicher Forschung

Die OECD sieht eine Stärke Deutschlands in der guten Kooperation von öffentlicher und privater Forschung. Nachholbedarf gebe es vor allem in der Finanzierung junger Unternehmen durch Startkapital. Forschungsstaatssekretär Georg Schütte räumte ein, dass der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an den gesamten Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft rückläufig sei. "Die Basis des forschenden Mittelstands in Deutschland muss wieder breiter werden." Sein Ministerium setze seit 2016 mit einem Zehn-Punkte-Programm darauf, vermehrt Unternehmen anzusprechen, die bisher wenig Aktivitäten bei Forschung und Innovation zeigten.

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Schlagworte zum Thema:  Forschung und Entwicklung, OECD

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