23.05.2012 | OECD-Prognose

Deutschland bleibt Europas Wachstumsmotor

Bild: Haufe Online Redaktion

Deutschlands Wirtschaft wächst überraschend stark, doch für die Eurozone insgesamt besteht nach Einschätzung der OECD nur geringe Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung. 2012 dürfte die Euro-Wirtschaft um 0,1 Prozent schrumpfen, im kommenden Jahr nur um 0,9 Prozent wachsen.

Im neuen Konjunkturausblick der Spitzenorganisation der Industrieländer heißt es warnend: "Aufgrund der jüngsten Ereignisse haben sich die Abwärtsrisiken zusätzlich erhöht." Die sich wieder verschärfende Krise im Euroraum stelle weiter den größten Risikofaktor für die Weltwirtschaft dar, der Prozess des Schuldenabbaus habe noch kaum begonnen. 

Eine Ausnahme ist Deutschland. "Die deutsche Wirtschaft hat uns überrascht und ist bereits im ersten Quartal wieder kräftig gewachsen", sagte OECD-Deutschland-Experte Andreas Wörgötter in Paris. Die Prognose fürs deutsche Wirtschaftswachstum liegt daher fürs kommende Jahr bei zwei Prozent, und bei 1,2 Prozent im laufenden Jahr. In der letzten Studie lag der Wert für 2012 noch bei der Hälfte. Wörgötter: "Die Auftragseingänge gehen nach oben, sogar der reale Einzelhandelsumsatz. Das produzierende Gewerbe wächst, der Arbeitsmarkt bleibt robust." 

Zu den globalen konjunkturellen Highlights gehören auch die USA und Japan, deren Wachstum dieses Jahr um 2,4 beziehungsweise zwei Prozent zulegen dürften. Für 2013 werden die entsprechenden Zuwachsraten mit 2,6 beziehungsweise 1,5 Prozent angegeben.

Schlagworte zum Thema:  Konjunktur, Konjunkturpaket, OECD

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