08.12.2011 | Wirtschaft & Märkte

Neue Tools gegen die umstrittene Software Carrier IQ

Seit der  Entdeckung der Carrier-IQ-Software auf verschiedenen Smartphone-Modellen sind viele Anwender besorgt, dass dieses Programm, das in der Lage ist, umfangreiche Nutzerdaten bis hin zu Texteingaben aufzuzeichnen, auch auf ihren Geräten installiert sein könnte. Mittlerweile gibt es Tools, mit denen Nutzer ihr Gerät auf die umstrittene Software untersuchen können.

Für die Nutzer von Android-Smartphones stehen mittlerweile erste Tools zur Verfügung, mit denen diese Software auf den Geräten identifiziert werden können. So ist etwa der Carrier IQ Detector über den Android Marketplace zu bekommen.

 

Hersteller und Netzbetreiber im Fokus

Derzeit gibt es noch keine zuverlässigen Aussagen darüber, wo und auf welchen Smartphone-Modellen die umstrittene Software installiert wurde. Immerhin zeichnet sich mehr und mehr ab, dass Carrier IQ von einigen großen Geräte-Herstellern - meist auf Wunsch von Mobilfunk-Providern und Netzbetreibern - auf den Smartphones installiert worden war.

 

Große Netzbetreiber bestätigen Nutzung

Mit der Software sollten dabei wohl in erster Linie Daten erfasst werden, die zur Verbesserung der Netzqualität genutzt werden sollen. Zu den Schwerpunkten der Verbreitung dürften die USA oder auch Großbritannien gehören, wo einige große Netzbetreiber die Nutzung des Tools inzwischen bestätigten.

 

In Deutschland angeblich keine Verbreitung

In Deutschland soll Carrier IQ bei keinem der großen Netzbetreiber zum Einsatz gekommen sein. Bei den Herstellern hat u.a. Apple die Installation des Tools bestätigt, der Android-Hersteller HTC konnte dagegen zumindest für Geräte in Europa ausschließen, dass Carrier IQ installiert wurde. Google schloss ebenfalls aus, dass auf den Nexus-Modellen die Software installiert worden ist.

 

Hersteller schließt Datenspionage aus

In einer Stellungnahme verweist der Hersteller des Programms darauf, dass dieses Tool keineswegs dazu entwickelt worden sei, um die Nutzer auszuspionieren und etwa die Tastatureingaben der Nutzer zu protokollieren. Die gesammelten Daten sollen zudem ausschließlich an die jeweiligen Auftraggeber (Hersteller oder Netzbetreiber) gesendet werden. Inzwischen haben auch erste Datenschützer und Politiker Anfragen an Hersteller gestellt.

Aktuell

Meistgelesen