19.08.2013 | Neue Technologie

Wie Windkraft zu Gas wird

Stuttgarter Forscher erzeugen mit Hilfe von Wind- oder Sonnenstrom speicherbares Methangas.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die in der Energiewende wichtige Power-to-Gas-Technologie hat eine weitere Qualitätsstufe erreicht. Die Stuttgarter Forscher des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) stellten nach eigenen Angaben mit Hilfe von Windkraft erstmals hochwertiges Erdgas mit 99-prozentigem Methan-Anteil her.

Damit rücke das Verfahren einen Schritt näher an die Marktreife, teilte das ZSW mit. Das gewonnene Methan sei so hochwertig wie russisches Erdgas und erfülle die Einspeise-Richtlinien. Die Herstellung des reinen Gases wurde durch ein neues Verfahren zur nachträglichen Aufbereitung möglich. Bei dem Stromspeicherverfahren "P2G" wird aus überschüssigem Sonnen- und Windstrom zunächst Wasserstoff erzeugt. Dieser wird anschließend in Methan umgewandelt. Das synthetische Gas lässt sich verlustfrei speichern und zu einem späteren Zeitpunkt nutzen.

Schlagworte zum Thema:  Windkraft, Solarenergie, Erdgas, Energiewende, Wasserstoff

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