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Mitgliederboom bei Genossenschaftsbanken

Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder bei den deutschen Volks- und Raiffeisenbanken überstieg im vergangenen Jahr 2011 erstmals die 17-Millionen-Marke. Mit einem Nettozuwachs von 313.000 Neumitgliedern habe der Trend zur Mitgliedschaft im Vergleich zum Vorjahr erneut an Dynamik gewonnen, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Mittlerweile sei damit jeder fünfte Bundesbürger Mitglied einer Volksbank, Raiffeisenbank, Sparda-Bank, PSD Bank oder eines genossenschaftlichen Spezialinstitutes. „Wir sind sehr stolz auf das Vertrauen, das immer mehr Menschen dem Geschäftsmodell der Volks- und Raiffeisenbanken schenken“, kommentierte Uwe Fröhlich, Präsident des BVR, das Ergebnis.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 erwirtschafteten die 1.121 Genossenschaftsbanken trotz der anhaltenden Verwerfungen an den Finanzmärkten und der nach wie vor nicht gelösten Staatsschuldenkrise einen kumulierten Jahresüberschuss von drei Milliarden Euro nach Steuern, nach 3,2 Milliarden Euro im Rekordjahr 2010. Das Vorsteuerergebnis blieb mit 4,8 Milliarden Euro konstant. Gleichzeitig nahm die gemeinsame Bilanzsumme per Ende 2011 um 3,2 Prozent oder 22,7 Milliarden Euro auf nunmehr 729,3 Milliarden Euro zu.

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken trugen als Dienstleister der Realwirtschaft auch im Jahr 2011 wesentlich zur Finanzierung der Privat- und Firmenkunden in Deutschland bei. Das Kreditvolumen wurde um 4,5 Prozent auf 425 Milliarden Euro gesteigert – ein deutliches Wachstum in einem leicht schrumpfenden Gesamtmarkt. Marktanteilszuwächse auf inzwischen 29,0 Prozent verzeichneten die Genossenschaftsbanken insbesondere bei Krediten an Gewerbekunden (plus 1,1 Prozentpunkte). Gleichzeitig nahmen die Kundeneinlagen um 3,4 Prozent auf 524 Milliarden Euro nochmals im erheblichen Umfang zu.

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