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Milliarden-Schäden durch Cyber-Kriminalität

Nach einer aktuellen Studie von Symantec hat das Ausmaß der durch die weltweite Cyber-Kriminalität entstandenen Schäden mittlerweile das Niveau des illegalen Drogenhandels erreicht.

Die Höhe der durch Cyber-Kriminalität entstandenen Schäden hat mittlerweile ein ähnliches Ausmaß erreicht wie der Umsatz im weltweiten illegalen Drogenhandel. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt jedenfalls der aktuelle Cybercrime Report des IT-Unternehmens Symantec. Allein in Deutschland entstand in den letzten zwölf Monaten demnach ein direkter finanzieller Schaden in Höhe von 16,4 Milliarden Euro. Weltweit belief sich die direkte Schadenshöhe sogar auf rund 114 Milliarden US-Dollar. Ein noch größeres Ausmaß der Schäden ergibt sich, wenn man zusätzlich noch solche Schäden einrechnet, die durch Zeitverlust und sonstige Aufwendungen entstehen, die durch infizierte PCs verursacht werden. Unter Berücksichtigung dieser Auswirkungen soll die Gesamtschadenshöhe sogar bei rund 388 Milliarden Dollar liegen. Das entspricht nahezu dem Wert des weltweiten illegalen Drogenhandels.

Eine Million Opfer am Tag

In den 24 bei der Studie einbezogenen Ländern (u.a. USA, Deutschland, Japan, Frankreich, Brasilien, Indien, China) wurden demnach in den letzten zwölf Monaten durchschnittlich 50.000 Personen pro Stunde zum Opfer von Cyber-Attacken, wozu allerdings neben dem Einschleusen von Viren und Malware, Phishing-Attacken, Online-Banking-Angriffen, Identitätsdiebstählen etc. auch Online-Belästigungen (z.B. in sozialen Netzwerken) gezählt wurden. Insgesamt wurden damit in den letzten 12 Monaten über 430 Millionen Personen zum Opfer derartiger Angriffe.

In China surft es sich am gefährlichsten

Zwischen den Staaten gibt es teilweise deutliche Unterschiede hinsichtlich des Risikos zum Opfer von Online-Angriffen zu werden.  Nach den Symantec-Zahlen leben chinesische Surfer am gefährlichsten. Hier beträgt der Anteil der Erwachsenen, die bereits einmal Opfer einer Cyberstraftat wurden, 85 Prozent. Nicht wesentlich sicherer ist es in Ländern wie Südafrika, Mexiko, Indien oder Brasilien, wo dieser Anteil ebenfalls bei 80 Prozent oder knapp darüber liegt. Auch Deutschland zählt mit 76 Prozent noch zu den Ländern, in denen die Surfer überdurchschnittlich gefährdet sind. Am sichersten können sich Internetnutzer in Japan und den Niederlanden fühlen. Hier sind bislang nur 38 bzw. 41 Prozent der Surfer bereits zum Opfer eines Cyber-Angriffs geworden.

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