10.05.2011 | Wirtschaft & Märkte

Maschinenbau setzt auf Elektromobilität

Der deutsche Maschinenbau sieht in der Elektromobilität ein Milliardengeschäft. Aufgrund neuer Produktionsanlagen für Batteriezellen entstehe bis 2020 ein Geschäftspotenzial von 4,8 Milliarden Euro für den Wirtschaftszweig, heißt es in einer gemeinsamen Studie des Branchenverbandes VDMA sowie der Strategieberatung Roland Berger.

Laut Prognose erreichen elektrische und Hybrid-Fahrzeuge bis 2025 einen weltweiten Marktanteil von rund 40 Prozent der Neuzulassungen. Die Automobilbranche als einer der Hauptabnehmer des deutschen Maschinenbaus werde in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen. Der Maschinenbau werde erheblich dazu beitragen, Fertigungstechnologien für Elektromotoren und Batterien zu optimieren, um Kosten zu senken. So entstünden rund 50 Prozent der Batteriekosten in der Fertigung.

Kooperationen und Allianzen

Wie es weiter heißt, werden Kooperationen und Allianzen notwendig sein, um Gesamtsysteme aus einer Hand zu bieten und sich wichtige Wettbewerbsvorteile zu sichern. Im Jahr 2010 setzte die deutsche Maschinenbaubranche laut Angaben rund 14 Milliarden Euro direkt im Automotive-Bereich um.

Eine Million Elektroautos bis 2020

In Deutschland wird derzeit intensiv darüber diskutiert, wie und ob die Einführung von Elektroautos vom Staat gefördert wird. In der Koalition gibt es Überlegungen über Steuerentlastungen für Käufer von Elektroautos. Am 16. Mai soll ein zweiter Zwischenbericht des Expertengremiums "Nationale Plattform Elektromobilität" zur Zukunft der Elektroautos vorgelegt werden. Ziel der Bundesregierung ist es, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen bringen. Die Autoindustrie fordert seit Monaten eine Anschubfinanzierung der noch als zu teuer geltenden E-Autos.

Aktuell

Meistgelesen