09.01.2012 | Wirtschaft & Märkte

Kürzere Frist für Antrag auf Gründungszuschuss

Einen Antrag auf Gründungszuschuss müssen Arbeitslose heute schneller stellen als früher. Mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes müsssen Gründer spätestens sieben Monate nach Beginn der Zahlung des Arbeitslosengeldes ihr Unternehmen beim Gewerbe- oder Finanzamt anmelden.

Früher konnte das Unternehmen auch noch im neunten Monat nach Beginn der Zahlung des Arbeitslosengeldes gegründet werden. Ende 2011 trat jedoch ein neues Gesetz in Kraft, dass die Konditionen zum Gründungsschuss änderte. Das bedeutet, dass Arbeitslose sich im Jahr 2012 um die Förderung viel früher kümmern müssen.

Wer bekommt den Gründungszuschuss?

Der Gründungszuschuss richtet sich an Menschen, die nach einer Anstellung arbeitslos werden und sich nun selbstständig machen möchten. Im Maximum bewilligt die Arbeitsagentur eine Förderung für die Dauer von 15 Monaten. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Gezahlt wird zunächst sechs Monate lang Arbeitslosengeld I sowie eine Pauschale von 300 Euro. Bewilligt die Arbeitsagentur eine Verlängerung, kann die Pauschale für weitere neun Monate gezahlt werden.

Gründungszuschuss ist eine Ermessensleistung

Anders als früher haben Arbeitslose aber keinen Rechtsanspruch mehr auf die Förderung. Ob Arbeitslose einen Gründungszuschuss bekommen, liegt daher ganz im Ermessen des Beraters bei der Arbeitsagentur. Deshalb ist es sehr wichtig das Gespräch mit dem Berater gut vorzubereiten. Gründer sollten sich etwa gute Argumente überlegen, die belegen, warum jemand ein guter Unternehmer sein wird. Das könnten etwa besondere kaufmännische oder organisatorische Fähigkeiten und Branchenkenntnisse sein.

Letztes Jahr bekamen 128.000 Menschen den Gründungszuschuss. Gezahlt wurden insgesamt rund 1,7 Mrd. Euro. Für das kommende Jahr plant die Bundesagentur für Arbeit Ausgaben in Höhe von einer Milliarde Euro.

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