| KfW-Studie

Innovationskraft im Mittelstand leicht gestiegen

Der Anteil innovativer Unternehmen hat seit dem Jahr 2000 abgenommen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Innovationskraft mittelständischer Firmen in Deutschland ist einer Studie zufolge erstmals seit Jahren wieder leicht gestiegen. Zuletzt investierten 29 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in innovative Produkte oder Prozesse und damit etwas mehr als im Zeitraum 2011 bis 2013 (28 Prozent).

Das geht aus einer Untersuchung der staatseigenen Förderbank KfW hervor. Von einer Trendwende könne aber keine Rede sein. Der leichte Anstieg dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass mittelständische Firmen in den vergangenen Jahren erheblich an Innovationskraft eingebüßt hätten, betonte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. Mitte der 2000er Jahre habe der Anteil der innovativen Unternehmen noch bei rund 40 Prozent gelegen. "Das Risiko wächst, dass der deutsche Mittelstand mit einer alternden Produktpalette international an Boden verliert", warnte Zeuner.

Verarbeitendes Gewerbe mit Innovations-Defiziten

Vor allem sehr kleine und auf das Geschäft im Inland ausgerichtete Unternehmen legten angesichts der robusten deutschen Konjunktur mehr Innovationsfreude an den Tag. Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sowie größere und international tätige Mittelständler blieben der Studie zufolge dagegen hinter der Innovationskraft der Vergangenheit zurück. Ein Grund dürfte die schwache wirtschaftliche Entwicklung in Teilen Europas sein. Zum Mittelstand zählen die Autoren Unternehmen in Deutschland, deren Jahresumsatz 500 Millionen Euro nicht übersteigt. Nach dieser Definition gibt es derzeit 3,67 Millionen Mittelständler. Davon seien 1,05 Millionen Innovatoren.

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Schlagworte zum Thema:  Mittelständische Unternehmen, Innovation, KfW-Bank

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