29.08.2012 | KfK-Konsumklima-Index

Stimmung der Konsumenten kaum getrübt

Beim Einkaufen zeigen sich die Deutschen weiter ausgabefreudig.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Trotz zunehmender Sorgen um die wirtschaftliche Zukunft sind die Deutschen weiterhin in Kauflaune. Wie das Marktforschungsunternehmen GfKmitteilte, verharrt der Konsumklima-Index auch für September unverändert auf dem Niveau des Vormonats.  

Für die GfK ist der private Konsum damit auch im August eine wichtige Stütze der Konjunktur gewesen. Der Gesamtindikator liegt mit 5,9 Punkten unverändert auf dem Juli-Wert und damit sogar noch über dem Vorjahresstand von 5,3 Zählern. Als Grund für die insgesamt düsteren Zukunftserwartungen nannte die GfK vor allem die Rezession in einigen Ländern der Eurozone wie Spanien, Italien und Griechenland und die zurückgehenden deutschen Exporte. Besonders deutlich wird das schwindende Vertrauen auf die Widerstandsfähigkeit der deutschen Konjunktur im Jahresvergleich. 

Regelrecht moderat gingen hingegen die Einkommenserwartungen zurück. Auch die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau. Die GfK führte dies auf die zuletzt hohen Tarifabschlüsse und den stabilen Arbeitsmarkt zurück. Allerdings werde das teure Benzin wohl die Inflation anheizen, was wiederum die Kaufkraft belaste.

Geldanlagen bei einer Bank als Alternative zum Konsum sind laut GfK für die Deutschen derzeit wenig attraktiv. „Die Furcht vor einem Stabilitätsverlust der Währung ist groß“, kommentierte die GfK die Entwicklung. Auch würden die Zinsen unterhalb der Inflation liegen.

Schlagworte zum Thema:  GfK-Studie, Konjunktur, Konsum

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