17.01.2014 | Investoren

Chinas Drache entdeckt den deutschen Mittelstand

Chinesische Investoren entdecken zunehmend den deutschen Markt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Chinesische Investoren werden immer häufiger im deutschen Mittelstand fündig. Nach Angaben der chinesischen Handelskammer in Deutschland, die gestern offiziell in Berlin eröffnet wurde, hatten chinesische Unternehmen bis September 2013 bereits 3,8 Milliarden Dollar in Deutschland investiert.

Für Investoren aus China wird Deutschland laut einer Studie immer attraktiver. Im vergangenen Jahr habe es mit der Übernahme von 20 deutschen Firmen durch Chinesen einen neuen Rekord gegeben, berichtet das "Handelsblatt" und beruft sich dabei auf eine Studie der Unternehmensberatung KPMG. Aber damit nicht genug: "In diesem Jahr werden wir auch diesen Rekord brechen", zitierte die Zeitung Wang Wei, der bei KPMG für die Betreuung chinesischer Investoren in Deutschland zuständig ist.

Langfristig orientierte industrielle Anleger

Die Ursache für den Anstieg sieht KMPG in einem Imagewandel. Chinas Investoren würden hierzulande immer häufiger fündig, weil sie mittlerweile nicht mehr als Aufkäufer gälten, die ihre neu erworbenen Fabriken umgehend demontieren und in der Volksrepublik wieder aufbauen. "Jetzt kommen immer mehr deutsche Mittelständler von sich aus, um nach einem strategischen Partner in China Ausschau zu halten", sagte Wang.  Und auch die deutschen Gewerkschaften haben ihre Meinung geändert: "Chinesische Investoren sind langfristig orientierte industrielle Anleger. Sie investieren und ziehen keine Gelder ab", zitierte das "Handelsblatt" Achim Schild, Bezirksleiter der IG Metall Mitte.

3,8 Milliarden Dollar in Deutschland investiert

Nach Angaben der chinesischen Handelskammer in Deutschland, die gestern offiziell in Berlin eröffnet wurde, hatten chinesische Unternehmen bis September 2013 bereits 3,8 Milliarden Dollar in Deutschland investiert. Der größte Deal ist demnach die 738 Millionen Euro große Investition von Weichai Power beim Gabelstapler-Hersteller Kion, gefolgt von der Übernahme des Computerherstellers Medion durch Lenovo für 629 Millionen Euro.

Schlagworte zum Thema:  Mittelständische Unternehmen, Handelskammer, China, Investor

Aktuell

Meistgelesen