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Firmen bekommen es immer häufiger mit Ransomware zu tun. Damit ist Malware gemeint, die den Inhalt von Computern verschlüsselt und anschließend Geld für die Freigabe fordert. Allein in Baden-Württemberg sind laut Landeskriminalamt (LKA )im vergangenen Jahr 600 Fälle bekannt geworden (zum Vergrößern auf "Infografik" klicken).

Laut LKA-Chef Ralf Michelfelder fordern Erpresser üblicherweise mehrere tausend Euro von den betroffenen Firmen. Aber nicht nur die Wirtschaft leidet unter den Erpressern aus dem Netz. Laut Daten von Symantec entfallen 57 Prozent aller Ransomware-Infektionen (Januar 2015 bis April 2016) auf Verbraucher. Während Angriffe auf Unternehmen meist sehr zielgerichtet und auf das jeweilige Angriffsziel zugeschnitten sind, werden Attacken auf Privatpersonen eher nach dem Sprinkler-Prinzip gefahren.

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BSI: Nicht auf Lösegeldforderungen eingehen

Ob ein Opfer zahlt, hängt dann unter anderem auch davon ab, wo es lebt. So ist die Bereitschaft zu zahlen in den USA höher als in anderen Ländern, weil das FBI dazu geraten hat, zu zahlen. Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt das genaue Gegenteil: „Das BSI rät davon ab, auf die Lösegeldforderungen einzugehen, da die Dateien oder Programme auch nach Bezahlen der geforderten Geldsumme in vielen Fällen nicht entschlüsselt werden. Stattdessen sollten Betroffene den Bildschirm mitsamt der Erpressungsnachricht fotografieren und Anzeige erstatten."

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Schlagworte zum Thema:  Cyberkriminalität