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Ifo: Wohnungsbau bleibt Konjunkturtreiber

Der Boom im Wohnungsbau geht nach Einschätzung des Ifo-Instituts in den kommenden Jahren weiter. Bis zum Jahr 2021 werde die Zahl der Wohnungen in neuen Gebäuden in Deutschland um fast 70 Prozent auf 275.000 zunehmen, prognostizierte das Wirtschaftsforschungsinstitut in München.

Damit bliebe der Wohnungsneubau die treibende Kraft für die Bauindustrie, die bereits im vergangenen Jahr deutlich mehr Aufträge in dem Bereich erhielt. Nach jahrelanger Flaute am Bau profitiert Deutschland nach Einschätzung der Ifo-Experten davon, dass die Sparer und Finanzinstitute ihr Kapital im sicheren Heimathafen zu halten versuchen. "Die deutlich verbesserte Einkommenssituation der Privathaushalte, die sehr niedrigen Bauzinsen sowie der Mangel an geeigneten Anlagealternativen haben zu einer Stimulierung des Wohnungsneubaus geführt."

Im Jahr 2011 war die Zahl der Baugenehmigungen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erstmals seit 1993 um mehr als 20 Prozent gestiegen. Die Behörden genehmigten den Neu- und Umbau von 228 400 Wohnungen. Den stärksten Anstieg gab es mit 26,8 Prozent bei den Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

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