| Ifo-Index

Stimmung in den Unternehmen weiter gedrückt

Bremsspuren zeigt auch der Export, die wichtigste Säule der deutschen Wirtschaft.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Angst vor dem Abschwung vermiest der deutschen Wirtschaft weiter die Stimmung. Angesichts der weltweit trüberen Aussichten für die Konjunktur und der weiter ungelösten Schuldenkrise sank der Ifo-Index im August bereits zum vierten Mal in Folge.

 Im August sank das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer von 103,2 auf 102,3 Punkte und nähert sich damit der kritischen Marke von 100 Punkten weiter an. Zwar bewerteten die befragten Unternehmen ihre aktuelle Lage nur wenig schlechter als noch im Juli, sie schraubten aber ihre Erwartungen für die kommenden Monate deutlich herunter. 

Auch die Erwartungen der lange erfolgsverwöhnten Industrie schwächten sich im August deutlich ab. Gerade die Ausfuhren sind die wichtigste Stütze der deutschen Industrie und damit der gesamten Wirtschaft. Ökonomen erwarten für die Wirtschaftsentwicklung im zweiten Halbjahr eine weitere Abkühlung. 

„Die deutsche Wirtschaft verliert zunehmend an Fahrt und droht im zweiten Halbjahr zu stagnieren“, schreibt VP-Bank-Experte Bernd Hartmann in einer ersten Reaktion. „Die Auswirkungen der Schuldenkrise bedrohen zunehmend auch die deutsche Wirtschaft.“ Vor allem sei nach wie vor keine Lösung für die Eurokrise in Sicht.

Schlagworte zum Thema:  Ifo-Geschäftsklima, Ifo-Konjunkturindex, Mittelstand

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